Dienstag, 19. März 2019

Accor übernimmt AirBnB-Konkurrenten Hoteliers wollen AirBnB mit den eigenen Waffen schlagen

Pool inklusive: Onefinestay-Unterkunft in Los Angeles

Für die internationale Hotelbranche ist der Online-Zimmervermittler AirBnB ein rotes Tuch. Zwar bemühen sich insbesondere große Hotelketten, den Einfluss, den der Zimmervermittler auf ihr Geschäft hat, möglichst klein zu reden. Doch dank der cleveren Geschäftstaktik der Amerikaner, die geschickt ihr Angebot auch für Geschäftsreisende oder anspruchsvollere Gäste attraktiv zu machen verstand, ist der Hotelbranche ein dickes Stück vom Kuchen weggebrochen.

Rund 10 bis 15 Prozent des Geschäftes, so aktuelle Schätzungen, dürfte AirBnB die Hotelbranche bislang gekostet haben. Ganze 10 Prozent seines Geschäftes macht AirBnB mittlerweile mit lukrativen Geschäftsreisen.

Um zu verhindern, dass das Ausbluten weitergeht, schlägt die Branche nun zurück. Die französische Hotelkette Acccor, in Deutschland die Nummer eins, will künftig auch im Sharing Markt mitmischen.

Dazu übernimmt sie für 148 Millionen Euro das Startup "Onefinestay", das eine Art AirBnB für Luxus-Wohnungen im Netz betreibt. Allerdings sorgt Onefinestay mit Wäsche-, Reinigungsservice, Online-Freizeittipps und ständiger Erreichbarkeit von Mitarbeitern für ein hotelähnlicheres Erlebnis als es durchschnittliche AirBnB-Buchungen bieten.

Und dabei allein soll es nicht bleiben. Das Startup, das bislang 2600 Wohnungen in London, Paris, New York, Los Angeles und Rom im Portfolio hat, soll dank einer Geldspritze von 64 Millionen Euro seitens der Franzosen kräftig wachsen. Alleine in den nächsten fünf Jahren soll das Onefinestay-Angebot auf 40 weitere Städte ausgeweitet werden - und zahlreiche Synergien genutzt werden.

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