Montag, 17. Dezember 2018

Überraschender Rücktritt ABB-Chef Joe Hogan wirft hin

ABB-Chef Joe Hogan: Rücktritt aus privaten Gründen angekündigt

Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB verliert überraschend seinen Chef. Joe Hogan will das Unternehmen aus privaten Gründen verlassen. Wann er geht, steht noch nicht fest. Hogan führt den Siemens-Konkurrenten, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Zürich - Der Chef des Schweizer ABB -Konzerns, Joe Hogan, hat überraschend seinen Rücktritt erklärt. Der 56-jährige nannte dafür am Freitag private Gründe. nach Angaben von ABB führe Hogan das Schweizer Unternehmen so lange weiter, bis ein Nachfolger gefunden ist. "Ich werde einen möglichst reibungslosen Übergang gewährleisten" versprach der Amerikaner, der ABB mit zahlreichen Zukäufen und einem eisernen Sparkurs für die Konjunkturkrise gerüstet hat.

Verwaltungsratspräsident Hubertus von Grünberg lobte den scheidenden Chef in den höchsten Tönen. "Joe Hogan ist ein großartiger Konzernchef und hat die ABB während der schlimmsten Weltwirtschaftskrise der vergangenen Jahrzehnte erfolgreich geführt." ABB sei nun in einer viel besseren Verfassung als bei Hogans Antritt vor fünf Jahren. "Der Verwaltungsrat bedauert aufrichtig, dass er ABB verlassen wird." Zu den Hintergründen der Rücktrittsentscheidung wollte sich der Konzern nicht näher äußern.

Der Kurs der ABB-Aktie Börsen-Chart zeigen verlor am Morgen ein Prozent auf 21,36 Franken, während Siemens-Titel Börsen-Chart zeigen in einem freundlichen Umfeld 0,3 Prozent zulegten.

ABB schlug sich in der Vergangenheit besser als die direkten Rivalen Siemens und Philips Börsen-Chart zeigen. Im ersten Quartal hatte den Schweizern ein dickes Auftragspolster über die Schwäche im kurzfristigen Geschäft mit Fabrikausrüstungen hinweggeholfen. Zwar schrumpfte der Gewinn wegen Währungseffekten und höherer Zinslasten um 3 Prozent auf 664 Millionen Dollar. Dank Einsparungen konnte ABB allerdings das operative Ergebnis (Ebitda) um fast ein Fünftel auf 1,46 Milliarden Dollar nach oben treiben. Der Umsatz legte um fast ein Zehntel auf 9,7 Milliarden Dollar zu.

kst/dpa-afx/rtr

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