Dienstag, 11. Dezember 2018

Dental-Geschäft Heraeus verkauft für 450 Millionen an Mitsui Chemicals

Rückzug aus den Zahnarztpraxen: Heraeus verkauft sein Dental-Geschäft

Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus trennt sich von seinem Dental-Geschäft. Das Unternehmen gibt die Sparte mit 686 Beschäftigten in Deutschland an den japanischen Konkurrenten Mitsui Chemicals ab. Grund sei ein Technologiewandel.

Hanau - Der Hanauer Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus trennt sich von seinem Dental-Geschäft. Der japanische Chemiekonzern Mitsui Chemicals übernimmt für 450 Millionen Euro die Sparte. Weltweit beschäftigt der Bereich 1400 Mitarbeiter, davon 685 in Deutschland. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen, wie Heraeus am Donnerstag mitteilte.

Heraeus Dental stellt Produkte für Zahnärzte, Zahntechniker und den Handel her. Der Produktumsatz lag 2012 bei rund 360 Millionen Euro. Die Dental-Sparte ist eines von sieben Geschäftsfeldern des Familienunternehmens mit seinen 13 300 Mitarbeitern.

Als Grund für den Verkauf nannte Heraeus grundlegende Veränderungen in dem Bereich. Insbesondere der Anteil von Edelmetallprodukten, dem traditionellen Kerngeschäft von Heraeus, sei in der Zahnmedizin zurückgegangen. Die Führungsgesellschaft der Dental-Sparte bleibe in Hanau. Ein Stellenabbau über die im vergangenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen hinaus sei derzeit nicht geplant. Heraeus hatte im Oktober damit begonnen, 160 Stellen in Deutschland zu verlagern oder zu streichen.

kst/dpa

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