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28.03.2013
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Rote Zahlen
Aleo Solar trifft herber Umsatzrückgang

Aleo Solar in Prenzlau: Starkes Minus in 2012
ddp

Aleo Solar in Prenzlau: Starkes Minus in 2012

Die Krise fräst sich durch Deutschlands Solarindustrie. Jetzt hat Aleo Solar eingestanden, im Vorjahr einen Umsatzeinbruch in Höhe von 39 Prozent erlitten zu haben. Zwei Werke wurden bereits geschlossen - doch an den übrigen Standorten in Deutschland will die Firma festhalten.

Oldenburg/Prenzlau - Aleo Solar AG in Oldenburg und Prenzlau (Brandenburg) ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht. So sank der Umsatz im vergangenen Jahr um 39 Prozent auf 279,9 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Verlust im Geschäftsjahr beträgt 84,6 Millionen Euro nach 31,5 Millionen in 2011. Das Ergebnis vor Steuern (Ebit) sank auf minus 77 Millionen Euro (2011: minus 30,5 Mio).

Das Unternehmen habe auf die sinkende Nachfrage und den massiven Preisverfall reagiert und zwei Werke geschlossen, sagte der Vorstandsvorsitzende York zu Putlitz. "Jetzt konzentrieren wir unsere Modulfertigung auf das Werk Prenzlau." Der Bosch-Konzern hatte vor einigen Tagen angekündigt, als Hauptaktionär bei Aleo Solar auszusteigen. Der Aktienanteil von Bosch liegt aktuell bei 90,7 Prozent.

Ungeachtet des angekündigten Ausstiegs der Bosch-Gruppe aus der Photovoltaik verfüge Aleo Solar über zukunftsfähige Stärken, betonte Putlitz. "Wir bieten über unser eigenes Vertriebsnetz auch künftig Qualitätsmodule aus Deutschland an." Putlitz erwartet auch 2013 ein schwieriges Geschäftsjahr. In wichtigen europäischen Märkten seien teils starke Einschnitte bei den Einspeisevergütungen erfolgt. Es sei von einem erneuten Umsatzrückgang auszugehen. Der Vorstand erwarte daher für das laufende Geschäftsjahr ein deutlich negatives Ergebnis, sagte Putlitz. Bei Aleo Solar waren Ende vergangenen Jahres 920 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Bosch-Gruppe hatte vor einer Woche ebenfalls angekündigt, nach einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr aus dem Solargeschäft auszusteigen. Die Fertigung am Hauptsitz im thüringischen Arnstadt soll Anfang 2014 eingestellt und sämtliche Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten beendet werden. Der Bundesverband Solarwirtschaft sieht nach eigenen Angaben den Tiefpunkt in der hiesigen Solarindustrie noch nicht erreicht.

kst/rtr

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