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12.02.2013
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Korruptionsverdacht
Polizei nimmt Finmeccanica-Chef fest

Giuseppe Orsi: Hat der Finmeccanica-Chef in Indien Bestechungsgelder gezahlt?
REUTERS

Giuseppe Orsi: Hat der Finmeccanica-Chef in Indien Bestechungsgelder gezahlt?

Zwei Wochen vor den Parlamentswahlen hat Italien einen weiteren Korruptionsskandal: Nachdem erst vergangene Woche der Chef des Energiekonzerns Eni verhaftet wurde, ist nun der Rüstungskonzern Finmeccanica ins Visier der Ermittler geraten. Die Aktie stürzt ab.

Mailand - Die Polizei habe den Finmeccanica-Chef Giuseppe Orsi wegen des Verdachts auf Bestechung und Unterschlagung festgenommen, hieß es in mehreren Medienberichten. Orsi und weitere Manager der Firma sollen in Indien Bestechungsgelder gezahlt haben, um die Regierung zum Kauf von zwölf Hubschraubern der Marke Agusta Westland im Jahr 2010 zu bewegen.

Finmeccanica hoffe auf eine baldige Aufklärung des Falles, teilte das Unternehmen mit. Orsi selbst hat früher bereits alle Vorwürfe bestritten und einen Rücktritt abgelehnt.

Der zuständige Richter in Busto Arsizio in der Nähe von Mailand habe auch Haftbefehl gegen den Chef von Agusta Westland, Bruno Spagnolini, erlassen, berichteten die italienischen Medien weiter. Der Vorwurf laute auch hier auf internationale Korruption. Zwei weitere verdächtige Manager, Guido Haschke und Carlos Gerosa, leben in der Schweiz; für sie beantragte der Richter die Auslieferung nach Italien.

Größter Aktionär von Finmeccanica Chart zeigen mit 30,2 Prozent ist der italienische Staat. Die Papiere des Rüstungskonzerns sind nach Bekanntwerden der Gerüchte um rund 9 Prozent abgerutscht.

Finmeccanica ist - weniger als zwei Wochen vor der Parlamentswahl - nicht das einzige Unternehmen in juristischen Schwierigkeiten. Erst in der vergangenen Woche eröffnete die Mailänder Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Chef des Energiekonzerns Eni Chart zeigen, Paolo Scaroni, wegen des Verdachts auf Korruption. Seit Wochen für Schlagzeilen sorgt auch die älteste Bank der Welt, die Banca Monte dei Paschi di Siena Chart zeigen, die mit riskanten Derivate-Geschäften hunderte Millionen Euro Verlust gemacht hatte und nun eine Milliardenhilfe vom Staat bekommt.

mg/afp/dpa-afx

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