Sonntag, 30. August 2015

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Nachwuchssorgen Schwäbischer Maschinenbauer gründet eigene Schule

Familie und Beruf besser vereinbaren: Maschinenbauer Groz-Beckert will sich seinen Nachwuchs in einer eigenen Privatschule sichern

Der Fachkräftemangel hat einen baden-württembergischen Maschinenbauer zu einem ungewöhnlichen Schritt veranlasst: Das Unternehmen errichtet derzeit eine Privatschule. Dort sollen die Lehrer das Interesse der Schüler für Naturwissenschaften und Technik wecken.

Albstadt - Der baden-württembergische Maschinenbauer Groz-Beckert will im Kampf gegen den Fachkräftemangel eine eigene Schule gründen. Die Privatschule und eine angeschlossene Kindertagesstätte sollen von September an Platz für bis zu 180 Kinder bieten.

"Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot, Familie und Beruf gut zu verbinden, den ein oder anderen Spezialisten ins Unternehmen locken", sagte Ausbildungsleiter Nicolai Wiedmann in Albstadt (Zollernalbkreis). Gleichzeitig solle bei den Schülern durch Unterrichtsschwerpunkte bei Naturwissenschaften schon früh ein Interesse für Technik geweckt werden.

Dass ein Unternehmen eine eigene Schule baut, ist nach Einschätzung von Experten zumindest in Baden-Württemberg einzigartig. 17,5 Millionen Euro investiert Groz-Beckert in das Gebäude, in dem neben der Schule und der Kita auch ein Gesundheitszentrum für die Mitarbeiter errichtet wird.

Betrieben wird die Grundschule von der Klett-Gruppe, zu der auch der Schulbuchverlag Klett gehört. Groz-Beckert beschäftigt weltweit 7500 Menschen, davon 2200 am Hauptsitz in Albstadt.

nis/dpa-afx

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