Dienstag, 4. August 2015

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Schlussquartal 2012 ArcelorMittal verbucht Milliardenverlust

ArcelorMittal-Werk in Hamburg: Im letzten Quartal sind fast vier Milliarden Dollar Verlust angefallen

Die schwache globale Wirtschaft hat den weltgrößten Stahlkocher ArcelorMittal zum Jahresende tief in die Verlustzone gerissen. Operativer Gewinn und Umsatz lagen aber über den Erwartungen, zudem ist der Konzern für 2013 optimistischer. Die Aktie legt zu.

Luxemburg - Unter dem Strich sei im Schlussquartal 2012 ein Verlust von 3,987 Milliarden US-Dollar angefallen, teilte ArcelorMittal mit. Im Vorjahr stand hier ein Minus von einer Milliarde Dollar.

Operativ sackte der Gewinn von Oktober bis Dezember von 1,7 auf gut 1,3 Milliarden Dollar ab. Der Umsatz gab um rund drei auf 19,3 Milliarden Dollar nach. Mit diesen Daten übertraf ArcelorMittal Börsen-Chart zeigen die Analystenprognosen. Die Aktie legte am Morgen um 1,49 Prozent zu.

Im gesamten vergangen Jahr steht der Stahlkocher mit rund 3,7 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) in den roten Zahlen. 2011 hatte er noch einen Gewinn von knapp 2,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Der Jahresumsatz sank um fast zehn auf gut 84 Milliarden Dollar.

Ausblick leicht optimistisch

"2012 war ein sehr schwieriges Jahr für die Stahlindustrie", sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. Vor allem in Europa sei die Nachfrage nach Stahl um weitere 8,8 Prozent gesunken. Ende Dezember hatte der Stahlkonzern 4,3 Milliarden Dollar auf sein Europa-Geschäft abschreiben müssen.

Dieses Jahr werde ebenfalls herausfordernd, auch wenn es einige zaghafte positive Anzeichen auf Besserung gebe, so Mittal. Er rechne damit, dass das Stahlgeschäft dieses Jahr profitabler wird.

Die Stahlauslieferungen sollen um 2 bis 3 Prozent steigen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll über dem Niveau des Vorjahres liegen. Wegen des Nachfrageeinbruchs hat ArcelorMittal seit längerem in Europa nur noch 16 von 25 Hochöfen in Betrieb.

mg/dpa-afx

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