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01.02.2013
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Schwarze Zahlen
Sharp und Panasonic schöpfen Hoffnung

Produktion von Flachbildschirmen bei Panasonic: Der Konzern hat bereits Zehntausende Stellen gestrichen
DPA

Produktion von Flachbildschirmen bei Panasonic: Der Konzern hat bereits Zehntausende Stellen gestrichen

Der Jahreswechsel könnte die Wende zum Guten für Japans Elektronikindustrie markieren. Nach Yen-Verfall und Regierungswechsel melden selbst Sharp und Panasonic im Schlussquartal wieder Gewinne. Für das Gesamtjahr bleiben ihre Bilanzen aber tiefrot.

Tokio - Der im Umbau befindliche japanische Elektronikkonzern Panasonic ist im abgelaufenen Quartal in die Gewinnzone zurückkehrt. In den drei Monaten bis Ende Dezember lag der Betriebsgewinn bei 34,6 Milliarden Yen (rund 279 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Tokio mitteilte. Vor einem Jahr wurde noch ein Verlust von 8,1 Milliarden Yen verbucht.

Im gesamten Geschäftsjahr, das bis 31. März läuft, soll zwar ein Betriebsgewinn herausspringen. Wegen milliardenschwerer Abschreibungen im Mobilfunk- und Energiegeschäft rechnet Panasonic Chart zeigen aber unter dem Strich mit einem Nettoverlust von 765 Milliarden Yen, dem zweithöchsten in der Firmengeschichte. Zudem schreibt die Fernsehsparte rote Zahlen.

Konzernchef Kazuhiko Tsuga strebt einen radikalen Umbau an. Er will sich von verlustreichen oder wenig rentablen Sparten trennen. Stattdessen sollen die Geschäfte mit Haushaltsgeräten und Batterien ausgebaut werden.

Auch Sharp Chart zeigen konnte erstmals seit fünf Quartalen einen Betriebsgewinn erwirtschaften, steuert aber auf ein sattes Minus im Geschäftsjahr zu. Wie der Flachbild-TV-Pionier am Freitag bekanntgab, verdoppelte sich der Nettoverlust in den ersten neun Monaten des noch bis zum 31. März laufenden Geschäftsjahres auf 424 Milliarden Yen (3,4 Milliarden Euro). Dazu trugen die kriselnde TV-Sparte sowie hohe Umstrukturierungskosten bei. Für das Gesamtjahr rechnet Sharp weiter mit einem Rekordverlust von 450 Milliarden Yen.

Neue Regierung nimmt Kampf mit Deflation und teurem Yen auf

Die japanische Elektronikindustrie steckt seit Jahren in einer tiefgreifenden Krise. Bereits 2011 haben Sony Chart zeigen, Toshiba Chart zeigen und Hitachi Chart zeigen ihre Produktion von Bildschirmen für Smartphones und Tablets in die staatlich geführte Firma Japan Display eingebracht. Panasonic und Sharp blieben jedoch außen vor. Im vergangenen Jahr fing Sony zudem den von einem Korruptionsskandal erschütterten Optikhersteller Olympus Chart zeigen auf.

Hauptproblem der Exporteure ist die seit Jahren anhaltende Deflation in Japan, die internationale Anleger in die Landeswährung Yen lockt, weil selbst Nullzinsen noch eine hohe reale Rendite abwerfen. Der Kursanstieg des Yen verteuert japanische Exporte ins Ausland. Seit dem Höhepunkt im Juli 2012, als für 100 Yen 1,06 Euro gezahlt wurden, hat die Währung gegenüber dem Euro aber wieder fast ein Viertel an Wert verloren auf jetzt nur noch gut 80 Cent, so viel wie zuletzt im Frühjahr 2010.

Beschleunigt sank der Wechselkurs seit der Wahl einer neuen Regierung im Dezember, die mit Druck auf die Zentralbank eine Wiederkehr der Inflation verspricht und auch sonst die nationale Industrie schützen will. In der gleichen Zeit erlebte die Tokioter Börse ihren längsten Aufschwung seit den 50er Jahren.

ak/rtr/dpa-afx

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