Sonntag, 5. Juli 2015

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Abbauprojekt Minas-Rio Anglo American schreibt vier Milliarden ab

Minenarbeiter von Anglo American: Konzern beklagt Erschließungsprobleme in einer Mine in Brasilien

Probleme mit dem Betriebsbeginn: Der britische Bergbaukonzern Anglo American muss vier Milliarden US-Dollar auf sein brasilianisches Minenprojekt Minas-Rio abschreiben. Der Abbau wird teurer und will offenbar nicht recht in Gang kommen.

London - Der britische Bergbaukonzern Anglo American hat ein Kostenproblem mit seinem brasilianischen Minenprojekt Minas-Rio. Die Ausgaben für das Eisenerzprojekt würden auf 8,8 Milliarden Dollar steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Trotz der Schwierigkeiten mit dem Vorhaben, halte Anglo American Börsen-Chart zeigen an dem aktuellen Ziel fest, Ende 2014 das erste Erz aus Brasilien verschiffen zu können.

Ursprünglich war von Ende 2013 die Rede gewesen. Man sei von der mittel- und langfristigen Attraktivität des Projekts aber überzeugt, sagte Cynthia Carroll, die nach ihrem Rücktritt als Konzernchefin im Oktober die Geschäfte kommissarisch führt.

Unterdessen legte Anglo Americans Platin-Tochter die geplante Entlassung von 14.000 Minenarbeitern in Südafrika auf Eis. Man werde die Entscheidung um 60 Tage aufschieben, um mit Gewerkschaften und der Regierung zu sprechen, erklärte der weltgrößte Platinförderer Anglo American Platinum. Das Unternehmen hatte Mitte Januar angekündigt, wegen mangelnder Profitabilität vier Schächte zu schließen und rund ein Viertel seiner Mitarbeiter vor die Tür zu setzen.

kst/dpa-afx

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