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28.01.2013
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EADS-Verwaltungsrat
Paris wirbt offen für Lauvergeon

Anne Lauvergeon: Nach dem Willen der französischen Regierung soll die Ex-Chefin des Atomkonzerns Areva den EADS-Verwaltungsrat führen
REUTERS

Anne Lauvergeon: Nach dem Willen der französischen Regierung soll die Ex-Chefin des Atomkonzerns Areva den EADS-Verwaltungsrat führen

Der französische Wirtschaftsminister Moscovici hat sich offen für Anne Lauvergeon als neue Chefin des EADS-Verwaltungsrats ausgesprochen und damit entsprechende Spekulationen bestätigt. Der ehemalige EZB-Chef Trichet ist ebenfalls ein Wunschkandidat der Franzosen.

Paris - Die französische Regierung wirbt offen dafür, dass die frühere Chefin des französischen Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, neue Verwaltungsratsvorsitzende bei EADS wird. "Das ist eine Frau mit großen Kompetenzen, die voll genutzt werden müssen. Wir sind dafür, dass dies getan wird", sagte Wirtschaftsminister Pierre Moscovici dem Radiosender France Info.

Seiner Meinung nach habe die 53-Jährige alle Eigenschaften, um eine entscheidende Rolle bei dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern zu spielen. Als Beispiele nannte er ihre Industriekompetenz.

Am Sonntagabend hatte das französische Wirtschaftsministerium bereits mitgeteilt, dass Lauvergeon - vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre - gemeinsam mit dem früheren EZB-Chef Jean-Claude Trichet in den EADS Verwaltungsrat einziehen und den französischen Staat als Anteilseigner von EADS vertreten soll. Zuvor hatte die französische Zeitung "Journal du Dimanche" über die Personalien berichtet.

Bischoff und Keitel sollen Deutschland vertreten

Auf deutscher Seite sollen laut einem früheren Bericht des "Handelsblatt" Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff und Ex-BDI-Chef Hans-Peter Keitel in den EADS-Verwaltungsrat einziehen. Die Personalien sollen bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung im März abgesegnet werden.

Die Neubesetzung des Verwaltungsrats ist nötig, weil die beiden EADS-Gründungsaktionäre Daimler und Lagardère ihren Ausstieg aus der Airbus-Mutter angekündigt haben. Bislang war Lagardère-Chef Arnaud Lagardère Vorsitzender des Gremiums. Anders als ein deutscher Aufsichtsrat bestimmt das EADS-Kontrollgremium in Standort- und Produktionsfragen mit und entscheidet über Rüstungsgeschäfte.

Die staatlichen Großaktionäre der Airbus-Mutter hatten sich Ende 2012 nach hartem Ringen auf eine neue Aktionärsstruktur bei EADS verständigt. Danach wird künftig Deutschland ebenso wie Frankreich einen Anteil von 12 Prozent am stimmberechtigten EADS-Kapital halten. Solange der aus Deutschland stammende EADS-Chef Tom Enders den Konzern führt, dürfte ein Franzose an der Spitze des Verwaltungsrates stehen.

mg/dpa-afx/dapd/afp

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