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25.01.2013
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Luftfahrtkonzern
Bischoff und Keitel sollen in EADS-Verwaltungsrat

Logo von EADS: Deutschland kann nun mehr Einfluss auf den Luft- und Raumfahrtkonzern nehmen
dapd

Logo von EADS: Deutschland kann nun mehr Einfluss auf den Luft- und Raumfahrtkonzern nehmen

Der EADS-Verwaltungsrat bekommt zwei neue deutsche Mitglieder - und das werden einem Bericht zufolge keine Politiker sein. Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff und Ex-BDI-Chef Hans-Peter Keitel sollen in das Gremium einziehen.

München/Berlin - Die Bundesregierung wird wohl keine Politiker in den Verwaltungsrat ihrer Beteiligung EADS Chart zeigen entsenden. In das Gremium des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns sollen der Daimler -Aufsichtsratschef und frühere EADS-Chairman Manfred Bischoff und der frühere BDI-Präsident und Ex-Hochtief-Chef Hans-Peter Keitel rücken, berichtete das "Handelsblatt".

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die Personalien, die EADS-Chef Tom Enders vorgeschlagen habe, bereits abgesegnet, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Damit habe die deutsche Seite ihr Personal für die Neubesetzung des EADS-Kontrollorgans zusammen. Im vergangenen Jahr war Deutschland als dritter Staat neben Frankreich und Spanien in den Kreis der Großaktionäre eingestiegen.

Deutschland erwirbt derzeit zwölf Prozent der Anteile an EADS und darf damit ebenso wie Frankreich Einfluss auf das Unternehmen ausüben. Die Neubesetzung des Verwaltungsrats ist nötig, nachdem die beiden Gründungsaktionäre Daimler und Lagardère ihren Ausstieg aus der Airbus-Mutter angekündigt haben. Anders als ein deutscher Aufsichtsrat bestimmt das Kontrollgremium der EADS in Standort- und Produktionsfragen mit und entscheidet über Rüstungsgeschäfte.

Offen ist weiterhin, wer den zwölfköpfigen Verwaltungsrat leiten wird. Solange der Deutsche Tom Enders den Konzern führt, wird es wohl wieder ein Franzose werden. Als Kandidaten für den Posten gelten unter anderem der frühere EZB-Chef Jean-Claude Trichet, der bereits Mitglied des Gremiums ist, sowie der Verwaltungsratschef des Telekomausrüsters Alcatel-Lucent, Philippe Camus.

wed/rtr/dpa

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