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24.01.2013
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Abspaltung besiegelt
Siemens lässt Osram los

Osram-Glühbirne: Für den Wandel zu LED-Licht muss der Leuchtmittelhersteller Milliarden investieren
DPA

Osram-Glühbirne: Für den Wandel zu LED-Licht muss der Leuchtmittelhersteller Milliarden investieren

Siemens entlässt seine Leuchtmitteltochter Osram in die Selbstständigkeit: Die Aktionäre stimmten der Abspaltung auf der Hauptversammlung zu, ab Sommer soll Osram an die Börse gehen. Bei einer wichtigen Siemens-Personalie gab es aber etwas Widerstand.

München - Siemens Chart zeigen hat die Trennung von seiner traditionsreichen Lichttochter Osram besiegelt. Die Siemens-Aktionäre stimmten der Abspaltung auf der Hauptversammlung am Mittwoch zu. Damit erhalten die Siemens-Aktionäre für je zehn Aktien zusätzlich eine Osram-Aktie in ihr Depot. Die Osram-Aktien sollen voraussichtlich ab Sommer an der Börse gehandelt werden. Siemens behält nur noch 19,5 Prozent der Anteile - gerade genug für eine Sperrminorität auf einer Hauptversammlung.

Osram hatte seit 1920 zu Siemens gehört. Das Unternehmen ist derzeit neben Philips der größte Lampenhersteller der Welt, muss aberfür den technischen Wandel von Glühbirne und Energiesparlampe zu LED-Licht Milliarden Euro investieren. Halbleiter-Konzerne aus Asien gewinnen hier mit günstigen Preisen rasch Marktanteile.

Siemens hatte Osram schon 2011 selbst an die Börse bringen und so auch die eigene Kasse auffüllen wollen, das aber angesichts der schwachen Kapitalmärkte schließlich aufgegeben. Für den Sprung in die Selbstständigkeit hat Siemens Osram noch eine Kapitalspritze von 1,2 Milliarden Euro gegeben.

Osram beschäftigt in Augsburg, Regensburg, Berlin und München rund 10.000 Mitarbeiter, aber bis 2014 sollen hier noch 1400 Stellen gestrichen werden. Weitere 29.000 Beschäftigte arbeiten in China, Malaysia und Südamerika. Osram hat im vergangenen Geschäftsjahr 5,4 Milliarden Euro Umsatz und 378 Millionen Euro Verlust gemacht. Der Abspaltung stimmten die Aktionäre mit gut 98 Prozent des stimmberechtigten Kapitals zu.

Cromme mit eher schwachem Wiederwahl-Ergebnis

Die Kritik an der Siemens-Führung wegen zahlreicher Patzer im vergangenen Geschäftsjahr fand in der Abstimmung über die Bilanz des Vorstands kaum Niederschlag. Vorstandschef Peter Löscher und seine Kollegen wurden von den Eignern mit jeweils mehr als 98 Prozent entlastet.

Allein die erneute Berufung des den 69-jährigen Aufsichtsratschefs Gerhard Cromme stieß auf etwas Widerstand. Der Manager wurde mit verhältnismäßig schwachen 91 Prozent erneut in das Gremium gewählt. Die Aufsichtsräte wählen am späteren Abend ihren neuen Vorsitzenden.

wed/dpa/rtr

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