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24.01.2013
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Kosmetikkonzern
Schwellenländer geben Beiersdorf Glanz

Für Beierdorf-Chef Stefan Heidenreich läuft das Geschäft in Schwellenländern wie Brasilien besonders gut
DPA

Für Beierdorf-Chef Stefan Heidenreich läuft das Geschäft in Schwellenländern wie Brasilien besonders gut

Die Neuausrichtung des Nivea-Herstellers Beiersdorf fruchtet: Der Umsatz des Kosmetikproduzenten stieg im vergangenen Jahr deutlich - dank guter Geschäfte in Schwellenländern. Nun bekräftigt der Konzern seine vor Kurzem angehobene Prognose.

Hamburg - Beiersdorf Chart zeigen kommt dank der Neuausrichtung immer besser voran. Der Nivea-Hersteller aus Hamburg steigerte den Umsatz im abgelaufenen Jahr organisch um 4,7 Prozent auf 6,04 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Damit lag das Unternehmen geringfügig über den Schätzungen von Analysten.

Dank wachsender Geschäfte in Schwellenländern konnte Beiersdorf den Umsatzrückgang im von der Schuldenkrise geplagten Westeuropa mehr als wettmachen. Der Umsatz der Kernmarke Nivea blieb in Deutschland stabil. Hohe Zuwächse verbuchte Beiersdorf im Kosmetikgeschäft in Osteuropa. Auch in Lateinamerika griff die Kundschaft zu Hautcremes und Shampoo des Konzerns. Besonders in Brasilien seien die Geschäfte gut gelaufen, berichtete Vorstandschef Stefan Heidenreich. Der Umsatz in China lag wegen der laufenden Sanierung auf Vorjahresniveau.

Während die Kosmetiksparte sich insgesamt um 4,9 Prozent verbesserte, legten die die Erlöse der kleineren Klebstofftochter Tesa um 3,6 Prozent zu. Beiersdorf hatte im Herbst aufgrund einer guten Geschäftsentwicklung für den Konzern ein Umsatzplus von deutlich über vier Prozent in Aussicht gestellt. Zahlen zum Gewinn will Beiersdorf am 05. März vorlegen. Das Ziel einer operativen Umsatzrendite von zwölf Prozent bekräftigte das Management.

Heidenreich, der das Steuer des Dax-Konzerns im April übernommen hatte, zeigte sich zufrieden. "Besonders in den Wachstumsmärkten haben sich beide Geschäftsbereiche Consumer und Tesa gut entwickelt." Die Innovationsfähigkeit sei deutlich verbessert worden. Heidenreichs Vorgänger Thomas-Bernd Quaas war vorgeworfen worden, Neuentwicklungen nicht schnell genug auf den Markt gebracht zu haben.

Anleger zeigten sich angetan: Die Aktien von Beiersdorf Chart zeigen stiegen um bis zu ein Prozent auf ein Rekordhoch von 64,74 Euro.

Beiersdorf holt schneller auf

Heidenreich hat Beiersdorf in den vergangenen Monaten stärker auf Wachstumsmärkte in Osteuropa, Südamerika und Asien ausgerichtet, um die Umsatzrückgänge im krisengebeutelten Westeuropa wettzumachen. Vorgänger Quaas hatte die Neuausrichtung eingeleitet, indem er in Westeuropa das Sortiment bereinigte und etwa ein Fünftel der Produkte aus den Regalen nahm, die nicht so gut liefen.

Als einen der ersten Schritte zur Ausweitung des Geschäfts in Wachstumsregionen kündigte Heidenreich nach seinem Amtsantritt den Bau einer neuen Fabrik in Mexiko an, die ab 2014 die steigende Nachfrage nach Kosmetikartikeln in Südamerika bedienen soll. Damit beschleunigt Beiersdorf die Aufholjagd im Rennen um Marktanteile. Konkurrenten wie L'Oreal, Procter & Gamble Chart zeigen und Henkel Chart zeigen treiben den Ausbau der Geschäfte in den Wachstumsmärkten Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas schon länger voran.

wed/rtr

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