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23.01.2013
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Osram-Spin-off
"Siemens überlässt die Chancen anderen"

Aus München berichtet Cornelia Knust

Siemens-Chef Löscher, Finanzchef Kaeser: "Einfach hart wegarbeiten"
DPA

Siemens-Chef Löscher, Finanzchef Kaeser: "Einfach hart wegarbeiten"

Langwierige Entscheidungsprozesse haben Osram geschadet, kritisieren Aktionärssprecher während der Siemens-HV. Schatten liegen über der Zukunft der Lichttochter. Hätte Siemens standhaft bleiben sollen?

München - Harte Kritik zum Osram-Spin-off kommt erst spät an diesem langen Tag der Siemens-Hauptversammlung in der Münchner Olympia-Halle. Es sind die Belegschaftsaktionäre, die sich laut Redetext über die Strategie ihres Konzerns bei der Lichttochter wundern und ankündigen, dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag nicht zuzustimmen. Mangel an Ausdauer und Mut attestieren sie ihrem Arbeitgeber Siemens.

Am Beginn der Rednerliste aber stehen die Fonds-Manager und die Aktionärsvereine, die sich freuen über die fungible Zusatzaktie, über deren Verwendung sie selbst entscheiden können - anders als bei früheren Börsengängen wie Epcos und Infineon Chart zeigen , die nur den "inneren Wert von Siemens erhöht hätten", wie die Sprecherin der Aktionärsvereinigung DSW fast schmollend anmerkt.

Sie fragt lediglich, ob die "Schatten über Osram" bis zum Börsengang aufgearbeitet sein werden; vermutlich meint sie die unsichere Marktentwicklung, das kostspielige Restrukturierungsprogramm, den harten Wettbewerb. Vorstandschef Löscher belehrt sie in der Antwortrunde, der Transformationsprozess werde noch Jahre andauern.

Kritik findet sonst allenfalls die üppige Transaktionsvergütung (bis zu 5 Millionen Euro) anlässlich des Spin-offs für den Osram-Chef Wolfgang Dehen, von dem überdies zu hören ist, dass er durch seine Art zu führen und zu kommunizieren die Stimmung bei der Lichttochter (5,4 Milliarden Euro Umsatz, 39.000 Mitarbeiter) gründlich zerstört hat. Immerhin bekommen auch weitere Mitarbeiter einen Bonus, wie Löscher sich beeilt zu erklären.

Zu spät zum IPO durchgerungen

Klare Worte findet die Fondsgesellschaft Union Investment: "Die Entscheidungsprozesse waren zu langatmig, um Osram in einer konjunkturellen Hochphase eigenständig an der Börse zu listen. Jetzt muss die einstige Perle abgestoßen werden, und Siemens kann nicht mehr aus einer Position der Stärke agieren", sagt Fonds-Manager Ingo Speich.

Siemens hatte sich erst im Frühjahr 2011 zur konkreten Planung einer Erstnotiz von Osram an der Börse (IPO) durchgerungen - zu spät, wie sich herausstellte. Wegen der Euro-Krise schloss sich das Zeitfenster für den Börsengang und sollte sich nicht mehr öffnen. Das Unternehmen, das sich eigentlich dringend auf die mörderische Veränderung des technologischen Umfelds und die nötigen Zukunftsinvestitionen hätte konzentrieren müssen, drohte in Lähmung zu erstarren.

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