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23.01.2013
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Reinhardt folgt auf Vasella
Bayer-Pharmachef kehrt zu Novartis zurück

Novartis-Hauptsitz in Basel: Der Schweizer Pharmariese bekommt einen deutschen Verwaltungsratschef
ddp

Novartis-Hauptsitz in Basel: Der Schweizer Pharmariese bekommt einen deutschen Verwaltungsratschef

Der Schweizer Pharmariese Novartis wirbt seinen neuen Verwaltungsratschef von der Konkurrenz ab: Der bisherige Chef der Bayer-Pharmasparte, Jörg Reinhardt, kehrt in die Schweiz zurück. Er soll den scheidenden Verwaltungsratschef Daniel Vasella ersetzen.

Basel - Der bisherige Chef der Pharmasparte des Bayer-Konzerns, Jörg Reinhardt, soll neuer Präsident des Verwaltungsrates beim Schweizer Konkurrenten Novartis Chart zeigen werden. Das teilte der Novartis-Konzern mit.

Der 56-jährige Deutsche soll zum 1. August berufen werden. Der bisherige Gremiumspräsident Daniel Vasella stelle sich auf der nächsten Aktionärsversammlung am 22. Februar nicht mehr zur Wiederwahl. Damit geht eine Ära zu Ende, Vasella führte das Gremium seit 1999.

Reinhardt hatte Novartis 2010 verlassen und bei Bayer Chart zeigen angeheuert. Er, der lange als Kronprinz für die Vasella-Nachfolge als Konzernchef gehandelt wurde, zog damals gegen den Amerikaner und ehemaligen Pharmachef von Novartis, Joseph Jimenez, den Kürzeren. Nach 25 Jahren im Unternehmen sei "der richtige Zeitpunkt gekommen", um für "eine reibungslose Nachfolge zu sorgen", wird Vasella in der Mitteilung zitiert.

Die Konkurrenz billiger Nachahmermittel für sein wichtigstes Medikament macht Novartis im laufenden Geschäftsjahr das Leben schwer. 2013 rechnet Konzernchef Joseph Jimenez mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses vor Sonderposten im mittleren einstelligen Bereich. Dennoch haben sich die Aktien von Novartis heute als bester Wert in Zürich sehr fest präsentiert. In der ersten Handelsstunde gewannen die Titel des Pharmaherstellers bei hohen Handelsumsätzen 2,66 Prozent auf 61,700 Franken.

Einstimmung auf Gewinnrückgang

Was die Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr angeht, so wies Novartis unter dem Strich einen Reingewinn vor Sonderposten von 12,8 Milliarden Dollar (rund 9,6 Milliarden Euro) aus - ein Minus von 5 Prozent, wie der Roche-Konkurrent am Mittwoch in Basel mitteilte. Das operative Ergebnis vor Sonderposten fiel ebenfalls um fünf Prozent auf 15,2 Milliarden Dollar. Trotz der Rückgänge erfüllte Novartis damit die Erwartungen des Marktes. Die Aktionäre sollen für 2012 eine Dividende von 2,30 (VJ: 2,25) Franken je Aktie erhalten.

Belastet wird das Geschäft durch Nachahmermittel (Generika). Diese sorgen laut Konzernchef Jimenez für Belastungen in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr werde der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren. Ein wieder anziehendes Wachstum wurde für 2014 und 2015 in Aussicht gestellt: Dann soll der Umsatz wieder mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Das operative Ergebnis vor Sonderposten soll zudem deutlicher als die Erlöse wachsen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr machten Novartis besonders die Generikakonkurrenz für den Blutdrucksenker Diovan und Produktionsprobleme in den USA zu schaffen: Der Konzernumsatz fiel auf 56,7 Milliarden Dollar, nachdem im Vorjahr noch 58,6 Milliarden Dollar in den Büchern gestanden haben. Auch der starke US-Dollar bremste die Umsatzentwicklung, wie Novartis weiter mitteilte.

Neue Medikamente wie Gilenya zur Behandlung der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose oder die Krebsmittel Afinitor und Tasigna wuchsen dagegen stark und trugen fast 30 Prozent zum Konzernumsatz bei. Die Sparte für rezeptfreie Medikamente (Consumer Health) verzeichnete dagegen einen Umsatzrückgang von 19 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Dieser war in erster Linie auf das Ausbleiben der Lieferungen des US-Produktionsstandorts in Lincoln, Nebraska, zurückzuführen.

Die Schweizer sind mit ihrem Generikasegment Sandoz/Hexal, der Augenmittelsparte Alcon, der Pharmasparte sowie dem Impfstoffgeschäft und dem Angebot an rezeptfreien Mitteln (Consumer Health Care) breiter aufgestellt als viele Konkurrenten.

wed/dpa/rtr

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