Luftfahrtmanager magazin RSS  - Luftfahrt

Alle Artikel und Hintergründe


22.01.2013
Twitter GooglePlus Facebook

EADS
Enders kündigt Joboffensive in Europa an

Airbus-Werk in Finkenwerder: EADS will in Krisenzeiten mehr für junge, hart arbeitende Mitarbeiter machen
DPA

Airbus-Werk in Finkenwerder: EADS will in Krisenzeiten mehr für junge, hart arbeitende Mitarbeiter machen

EADS-Chef Tom Enders treibt die Sorge um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Europa um. Er will jungen Mitarbeitern mehr Entwicklungsmöglichkeiten bieten - und so zu einem stärkeren Europa beitragen. Die Umsätze von EADS lassen das zu.

Paris - EADS-Chef Tom Enders hat eine Offensive bei der Qualifizierung und Entwicklung junger Mitarbeiter angekündigt. "Europa wurde gebaut auf dem Versprechen von Kooperation und Wohlstand", sagte der Vorstandsvorsitzende des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS Chart zeigen in Paris. Das habe dem Unternehmen sehr genutzt. "Nun hat EADS eine Chance, Europa mit Jobs, Wachstum und Sicherheit zu helfen."

Innovation in Produktion und Entwicklung seien für EADS lebensnotwendig, sagte Enders. Dies müsse auch unabhängig von ökonomischen Rückschlägen erledigt werden. Auch nach Lösung des Finanzstreits in den USA und Abwendung eines Zusammenbruchs des Euro-Raumes sei man auf beiden Seiten des Atlantiks noch weit entfernt von sicherem Grund. Hinzu käme die politische Unsicherheit in viele Teilen der Erde.

Junge Leute müssten begeistert werden für die Möglichkeiten neuer industrieller und wirtschaftlicher Horizonte. Sie sollten den Schlüssel in der Hand haben für ökonomischen Wandel und ein stärkeres, vereintes Europa. "In der Realität erleben zu viele von ihnen Enttäuschungen." Als Beispiel nannte der Konzernchef "nicht akzeptable Arbeitslosenraten" bei Jugendlichen von teils mehr als 50 Prozent.

EADS entwickele derzeit Strategien, was der Konzern in diesem Bereich tun könne. "Wir können nur wenig machen", räumte Enders ein, "aber wir können etwas machen, um gegen die Arbeitslosenrate zu kämpfen, besonders in solchen Ländern", sagte er mit Blick auf Spanien und Frankreich. "Es wird keine anhaltende Innovation geben ohne einen motivierten ausgebildeten Pool von jungen Talenten", warnte der Konzernchef.

EADS verbessert Umsatz im Jahr 2012 "deutlich"

EADS habe in den vergangenen fünf Jahren 40 000 Leute durch neue Jobs und Wiederbesetzungen eingestellt. "Wir haben internationales Wachstum genutzt, um unsere Wurzeln in Europa zu verstärken." Neue Produktionsstätten in China, Indien, Brasilien und den USA stützten eben auch Mitarbeiter in Europa. Globalisierung schaffe Arbeitsplätze in Europa. Dies gebe große Möglichkeiten für hart arbeitende, talentierte junge Leute. Enders fügte hinzu: "In Zeiten der Krise können wir da noch mehr machen."

Die Geschichte habe gezeigt, dass bei einer Entscheidung für Zusammenarbeit dies niemand besser könne als Deutschland und Frankreich. Dabei gehe es nicht um die Zukunft der EU oder der transatlantischen Partnerschaft. "Es geht darum abzustecken, wo wir Europa in der neuen Welt sehen."

Notwendig sei nun, gemeinsam die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Enders mahnte dafür Reformen nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland an. Bei Einwanderung und Energie sei eine gemeinsam Politik genauso notwendig wie bei Forschung, Entwicklung und Erziehung. "Das braucht jeweils eine Generation, aber wir haben keine Zeit mehr dafür", sagte Enders. EADS werde nun entsprechende Gespräche mit Einzelregierungen und Europäischer Union führen.

Die wirtschaftliche Lage von EADS lässt derzeit genügend Raum für solche Initiativen. Nach Angaben von Enders hat EADS seinen Umsatz und Betriebsgewinn im vergangenen Jahr "deutlich verbessert". Alle vier Sparten hätten 2012 die Ziele des Unternehmens übertroffen, sagte Enders. Der EADS-Geschäftsbericht für das Gesamtjahr steht am 27. Februar an.

Bei der Vorlage der Zahlen für die ersten neun Monate des vergangenen Jahres hatte EADS erklärt, für das Gesamtjahr rechne man mit einem Anstieg der Erlöse um mehr als zehn Prozent. Als Zielmarke für den Betriebsgewinn (Ebit) nannte der Konzern damals rund 2,7 Milliarden Euro nach 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2011.

wed/dpa/rtr

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Großaktionär Etihad Airways macht Druck
Hunold vor Aus bei Air Berlin
China-Geschäfte
Airbus-Satellitensparte Tesat steht unter Korruptionsverdacht
Neue Triebwerke für A380 gefordert
Scheichs setzen Airbus unter Druck
Airbus schockt Investoren
Airbus-Aktie schmiert weiter ab

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?