17.01.2013
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P+S Werft
Pleitewerft in Stralsund arbeitet wieder

P+S Werften: Arbeiter rücken wieder an
DPA

P+S Werften: Arbeiter rücken wieder an

Auf der insolventen Volkswerft im vorpommerschen Stralsund wird nach elfwöchiger Unterbrechung wieder gearbeitet. Der Bau von zwei RoRo-Spezialschiffen für die dänische Reederei DFDS soll fortgesetzt werden. Weniger gut sehen die Aussichten für die Gläubiger der Werft aus.

Hamburg - Auf der insolventen Volkswerft im vorpommerschen Stralsund wird nach elfwöchiger Unterbrechung wieder gearbeitet. Der Bau von zwei RoRo-Spezialschiffen für die dänische Reederei DFDS solle am Montag fortgesetzt werden, teilte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann im Anschluss an eine Gläubigerversammlung mit. Der Vertrag mit DFDS liege vor, stehe allerdings noch unter Bedingungen.

Da er mit der Erfüllung dieser Bedingungen rechne, habe er die Betreibergesellschaft beauftragt, den Produktionsstart einzuleiten, sagte Brinkmann. Für zwei ebenfalls in Stralsund liegende Fähren, die von Scandlines in Auftrag gegeben, wegen technischer Probleme aber nicht abgenommen wurden, sucht der Verwalter weiter Käufer. Der Kreis der Interessenten für die Schiffe wachse stetig, berichtete Brinkmann. Er führe zudem weiter Gespräche mit potenziellen Investoren für die Werft. Die Gespräche seien noch in einem frühen Stadium. "Das sind ganz zarte Pflänzchen", berichtete Brinkmann.

Die Werft brauche weitere Aufträge, um für einen Käufer interessant zu sein. "Eine kalte Werft verkauft sich schlecht." Die ebenfalls insolvente Peene-Werft in Wolgast war im Dezember für knapp 20 Millionen Euro an die Bremer Lürssen-Gruppe verkauft worden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt, dass das Kartellamt zustimmt.

Insgesamt haben Banken, Land und Bund sowie Zulieferer Forderungen von 987 Millionen Euro angemeldet. "Manches davon ist doppelt, deshalb ist diese Summe nicht endgültig", sagte Brinkmann. Er geht davon aus, dass am Ende etwa 700 Millionen Euro übrig bleiben, davon seien etwa 500 Millionen ohne Vorrechte. Nach Abschluss des Verfahrens könnten aus der Insolvenzmasse vermutlich nur ein bis 3 Prozent der Forderungen befriedigt werden. "Aus heutiger Sicht bleiben sechs Millionen Euro zur Verteilung an die Gläubiger", sagte Brinkmann.

Größter Gläubiger ist das Bankenkonsortium der NordLB und der KfW Ipex-Bank, die einen Betrag von 300 Millionen Euro angemeldet haben. Die Banken erhalten jedoch am Ende einen großen Teil des Geldes durch die Bürgschaften von Bund und Land zurück. Dagegen gehen wahrscheinlich viele Zulieferer leer aus. Von 1750 Beschäftigten bei Insolvenzanmeldung arbeiten ab nächste Woche noch die Hälfte bei den P+S Werften, 500 in Stralsund und 400 Wolgast.

kst/rtr

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