Dienstag, 21. April 2015

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SKF Kugellagerhersteller streicht 2500 Jobs

Autoindustrie: Sie ist ein Abnehmer unter anderem für die Lager von SKF. Die schwache Autokonjunktur setzt den Schweden zu

Der weltgrößte Kugellagerhersteller SKF baut 2500 Stellen ab. Vor allem die Schwäche auf dem europäischen Automarkt macht den Schweden zu schaffen. Der Schaeffler-Rivale will ohne Kündigungen auskommen.

Stockholm - Der Abbau von weltweit rund 5 Prozent der etwa 46.000 Arbeitsplätze solle dazu beitragen, die Kosten bis Ende 2015 um drei Milliarden Kronen (rund 350 Millionen Euro) zu senken, teilte der schwedische Kugellagerhersteller SKF Börsen-Chart zeigen mit.

Die Nachfrage sei im vierten Quartal im Zuge der Staatsschuldenkrise weiter gesunken und werde wohl auch Anfang dieses Jahres auf niedrigem Niveau verharren. Vor allem die Schwäche auf dem europäischen Automarkt mache sich bemerkbar, erläuterte der Rivale des fränkischen Auto- und Industriezulieferers Schaeffler weiter.Ob auch die Sparte in Deutschland von der neuen Sparrunde betroffen ist, ist noch unklar. Erst im Juni hatte SKF angekündigt hierzulande 400 der rund 6700 Stellen zu streichen.

Der nun verkündete Jobabbau soll vorwiegend über Vorruhestands- und freiwillige Abfindungsregelungen erfolgen. Zudem sollen Teile der Produktion von West- nach Osteuropa und nach Asien und Lateinamerika verlagert werden. SKF gilt wegen des Einsatzes seiner Produkte in den verschiedensten Bereichen - etwa bei Erneuerbaren Energien oder Waschmaschinen - als Konjunkturbarometer für die Industrie.

rei/rtr

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