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09.01.2013
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Auftakt zur US-Bilanzsaison
Alcoa verdient wieder Geld

Alcoa-Zentrale in Pittsburgh: Der Aluhersteller gilt als Gradmesser für die Konjunktur
AP

Alcoa-Zentrale in Pittsburgh: Der Aluhersteller gilt als Gradmesser für die Konjunktur

Mit der Vorlage der Quartalsbilanz von Alcoa hat die US-Berichtssaison begonnen. Der Auftakt verlief erfreulich, der Aluhersteller ist in die Gewinnzone zurückgekehrt und rechnet mit einer weiter steigenden Nachfrage. Gute Aussichten für die Konjunktur in den USA.

New York - Im Schlussquartal habe das Unternehmen unter dem Strich 242 Millionen Dollar (185 Millionen Euro) verdient, teilte Alcoa mit. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 191 Millionen Dollar aufgelaufen; auch im Vorquartal hatte das von dem Deutschen Klaus Kleinfeld gelenkte Unternehmen Geld verloren.

Trotz der moderat gestiegenen Nachfrage musste Alcoa Chart zeigen einen Umsatzrückgang verkraften. Grund waren die gesunkenen Preise für Aluminium. Der Umsatz ging mit 2 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar aber weniger stark zurück als im Gesamtjahr, wo Alcoa um 5 Prozent einbüßte. Gegen Jahresende hatten sich die Alupreise wieder etwas erholt.

Alcoa habe den schwankenden Metallpreisen und der instabilen Weltwirtschaft getrotzt, erklärte Kleinfeld. Zum Gewinn trug auch der Verkauf eines Wasserkraftwerks bei, der allein 161 Millionen Dollar im Schlussquartal beisteuerte.

Alu-Nachfrage wird 2013 um 7 Prozent steigen

Aluminium bleibt nach Ansicht von Kleinfeld gefragt. Der Alcoa-Chef sieht die Nachfrage nach dem leichten Metall in diesem Jahr weltweit um 7 Prozent steigen. Damit scheint der Bedarf an Aluminium wieder stärker anzuziehen. In 2012 war die Nachfrage den Alcoa-Angaben zufolge um 6 Prozent gestiegen. Das war ein deutlich schwächeres Wachstum als in den Vorjahren.

Im vergangenen Jahr hatte die Schuldenkrise in Europa die Nachfrage gebremst, etwa durch gesunkene Autoverkäufe. Aluminium wird hier vor allem bei Motorblöcken eingesetzt. In diesem Jahr sieht Alcoa den Alubedarf in der Autobranche zwischen 1 und 5 Prozent steigen. Das größte Wachstum verspricht sich der Hersteller aber wie in der jüngeren Vergangenheit aus dem Flugzeugbau. Die Airlines erneuern gerade ihre Flotten.

Das Unternehmen gilt wegen der breiten Verwendung von Aluminium als ein Gradmesser für die Konjunktur. Alcoa ist traditionell auch der erste bedeutende US-Konzern, der seine Bilanz für das abgelaufene Quartal und Gesamtjahr veröffentlicht. Somit fiel der Auftakt erfreulich aus: Nachbörslich stieg die Aktie um 1 Prozent.

mg/dpa

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