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21.12.2012
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Milliardenabschreibungen
Europa-Geschäft belastet ArcelorMittal

Funkenflug: Die Stahlhersteller haben ein schweres Jahr 2012 hinter sich und müssen Milliarden auf ihre Geschäfte abschreiben.
REUTERS

Funkenflug: Die Stahlhersteller haben ein schweres Jahr 2012 hinter sich und müssen Milliarden auf ihre Geschäfte abschreiben.

Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal wird Milliarden auf sein Geschäft in Europa abschreiben und erwartet hohe Belastungen im vierten Quartal. Die Anleger reagieren verschnupft. Schlechte Nachrichten verkündet auch der weltgrößte Erzförderer.

Luxemburg - Der Stahlkonzern ArcelorMittal muss wegen des schwachen Marktumfelds eine Milliardensumme auf sein Europa-Geschäft abschreiben. Die Belastung dürfte sich im vierten Quartal auf rund 4,3 Milliarden US-Dollar belaufen, teilte der Branchenprimus in Luxemburg mit.

Dabei verwies das Unternehmen auf den anhaltenden Nachfragerückgang im europäischen Stahlmarkt. In naher Zukunft erwartet das Management auch hier keine Verbesserung. Dagegen sei die Stahlnachfrage in den USA im zu Ende gehenden Jahr um knapp 8 Prozent gestiegen. An der Börse zeigten sich die Anleger enttäuscht. Die Aktie von ArcelorMittal Chart zeigen rutschte am Morgen um mehr als 3 Prozent ab.

In der Nacht zum Freitag hatte bereits der weltgrößte Erzförderer Vale Milliardenabschreibungen auf eine Nickelmine und einen Teil seines Aluminiumgeschäfts bekanntgegeben.

ThyssenKrupp Chart zeigen hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Verlust von fünf Milliarden Euro den größten Fehlbetrag in der Firmengeschichte geschrieben. Als Konsequenz aus den Milliardenverlusten und mehreren Korruptionsskandalen hatte sich Konzernchef Heinrich Hiesinger von drei Vorstandsmitgliedern getrennt.

ThyssenKrupp hatte im Dezember für das abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 mit fünf Milliarden Euro den größten Fehlbetrag in der Firmengeschichte verkünden müssen. Als Konsequenz aus den Milliardenverlusten und mehreren Korruptionsskandalen musste mehrere Vorstände gehen.

Die deutsche Stahlindustrie rechnet für das zu Ende gehende Jahr 2012 mit einem kräftigen Rückgang der Rohstahlproduktion um 4 Prozent auf 42,5 Millionen Tonnen. Trotz eines Rückgangs der Kapazitätsauslastung von 89 Prozent im vergangenen Jahr auf rund 85 Prozent in diesem Jahr stehe die deutsche Stahlbranche im internationalen Vergleich aber noch gut da, hatte unlängst Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahlindustrie, erklärt. Weltweit liege die Nutzung der Kapazitäten derzeit bei unter 80 Prozent. Die Vereinigung Stahl hofft für das kommende auf eine anziehende Stahlnachfrage.

rei/dpa-afx

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