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31.12.2012
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Silvestergeschäft
Feuerwerker in der Chinafalle

Von Kristian Klooß

Drei-Tages-Branche: Deutschlands Feuerwerkhersteller im Vergleich
Fotos
Weco

3. Teil: Mexiko und die Philippinen sind keine Alternative

Sind höhere Löhne und größere Binnennachfrage noch durchaus nachvollziehbare Kostenfaktoren, sind die deutschen Feuerwerkhersteller auf andere Ausgabenposten eher schlecht zu sprechen: die Frachtkosten. Rund 8000 bis 10.000 Dollar sind für einen mit Knallern und Raketen gefüllten 40-Fuß-Container fällig. Das entspricht ungefähr dem vierfachen gewöhnlicher Containerfracht.

Das Problem: Der Wettbewerb der Transporteure von Risikowaren wie Feuerwerkskörpern hält sich in überschaubaren Grenzen. Denn die auf solche Fracht spezialisierten Reedereien lassen sich an einer Hand abzählen. Darüber hinaus ist die Verladung der Feuerwerkcontainer nur in Großhäfen wie Shanghai oder Hongkong möglich.

Nicht hilfreich für die Exporteure war auch der Februar 2008. Damals explodierten im kantonesischen Sanshui zwanzig Lagerhäuser, in denen zum Export bestimmte Raketen und Knaller gestapelt waren. Was die Regierung bewog, die Hafen-, Transport- und Sicherheitsstandards zu verschärfen.

Des Exporteurs Freud, des Importeurs Leid

Das Ende der Giftliste ist damit indes nicht erreicht. So gibt es zum Beispiel das bizarre Problem, welches die deutschen Feuerwerkimporteure mit der Entwicklung des chinesischen Renminbi haben. Denn worüber Deutschlands China-Exporteure frohlocken, darüber können die Weco, Comet und Co. nur ächzen: die Aufwertung der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar.

Seit China sich 2005 von der festen Koppelung der eigenen Währung an den US-Dollar löste, hat der Renminbi Jahr für Jahr aufgewertet. Gab es für einen US-Dollar bis dahin noch 8,25 Renminbi, sind es aktuell nur noch 6,28 - wobei die Aufwertung seit sieben Jahren so gut wie linear verläuft. "Ich schaue mir täglich die Wechselkurse an", sagt Comet-Geschäftsführer Eickel. Und von den Rohstoffkosten, von denen einige an die Ölpreise gekoppelt sind, mag er gar nicht erst sprechen.

"Bei den Rohstoffen erleben wir die gleiche Entwicklung wie bei den Löhnen", sagt Nico-Geschäftsführer Kandler. Kurzum, mit dem Preis für Papier, Kunststoff und Schwarzpulver verändern sich die Kosten - und das in den vergangenen Jahren eher zu Ungunsten der Hersteller.

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