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14.12.2012
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Konzernumbau
ABB nimmt sich Beispiel an Siemens

ABB-CEO Joe Hogan: Umbau wird 350 Millionen Euro und viele Jobs kosten
REUTERS

ABB-CEO Joe Hogan: Umbau wird 350 Millionen Euro und viele Jobs kosten

ABB nimmt sich ein Beispiel an Siemens und richtet die Konzernsparte Energietechnik neu aus. Die Kosten für den Umbau beziffert Konzernchef Joe Hogan mit rund 350 Millionen Euro. Außerdem kündigte er Entlassungen an.

Zürich - Der Schweizer Elektrokonzern ABB krempelt ähnlich wie der Rivale Siemens seine Energietechniksparte um und plant Einschnitte. Wegen zu geringer Ertragskraft wollen sich die Schweizer nach Angaben vom Freitag weitgehend aus dem Geschäft als Generalunternehmer für Solaranlagen und Wasserwerke zurückziehen und sich verstärkt auf Produkte, Dienstleistungen und Software verlegen.

ABB-Chef Joe Hogan beklagte, dass die Marge der Division Energietechniksysteme wegen des Projektgeschäfts zu gering sei. "Wir haben in den letzten Jahren erheblich investiert, um das Ertragspotenzial der Division Energietechniksysteme zu steigern", erklärte er. "Dennoch konnte die Division keine konstanten Erträge erzielen. Das ist nicht akzeptabel."

Es werde zu Entlassungen kommen, sagte ein ABB-Sprecher. Der Umfang sei allerdings nicht nennenswert. Künftig soll das einträgliche Geschäft mit Komponenten wie Hochspannungskabeln, Gleichstrom- und Verteilertechnik und Leistungshalbleitern eine Rendite von 9 bis 12 Prozent abwerfen. Bisher galt für das Segment ein Margenziel von 7 bis 11 Prozent. Der Umsatz werde indes langsamer zulegen und im Durchschnitt nur noch um 7 bis elf 11 jährlich wachsen, statt den zuvor anvisierten 10 bis 14 Prozent.

Einschnitte ähneln jenen bei Siemens

Die geplante Schließung von weltweit zehn Projekteinheiten und die übrige Restrukturierung werde ABB Chart zeigen im laufenden Quartal 350 Millionen Dollar kosten, kündigte Hogan an. Die anfallenden Kosten in Höhe von rund 350 Millionen US-Dollar werden im vierten Quartal verbucht.

Der ABB-Abschied als Generalunternehmer für Photovoltaikanlagen und Wasserwerke ähnelt den derzeit laufenden Einschnitten beim größeren Rivalen Siemens Chart zeigen. Die Münchener geben ebenfalls ihr verlustträchtiges Solargeschäft und die ertragsschwache Ausrüstung von Wasserwerken auf und suchen für die Bereiche Abnehmer.

krk/rtr/dpa

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