Samstag, 28. März 2015

Schienenkartell Deutsche Bahn verklagt ThyssenKrupp

"Schienenfreunde": Das Kartell von mehreren Herstellern flog im vergangenen Jahr auf

Neuer Rückschlag für ThyssenKrupp: Die Deutsche Bahn will sich von den Unternehmen, die am sogenannten Schienenkartell beteiligt waren, nach Informationen des manager magazins mehr als eine Dreiviertelmilliarde Euro zurückholen.

Hamburg - Eine entsprechende Schadensersatzklage werde die Deutsche Bahn noch vor Weihnachten einreichen, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin 14. Dezember) unter Berufung auf unterrichtete Kreise.

Dem Bericht zufolge soll sich die Klage gegen die beteiligten Unternehmen ThyssenKrupp, Voestalpine, Stahlberg Roensch richten sowie gegen Constantin Stahlberg, den ehemaligen Besitzer der Stahlberg Roensch GmbH, die jetzt zum Vossloh-Konzern gehört. Alle Beteiligten würden auf die komplette Summe verklagt, da sie gesamtschuldnerisch haften.

Die Bahn sehe sich zu dem Schritt gezwungen, da insbesondere ThyssenKrupp, der Haupttäter des Kartells, in den vergangenen Wochen kein Vergleichsangebot gemacht habe, heißt es weiter.

Das Schienenkartell hatte zwischen 2001 und 2011 Mengen und Preise von Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn abgesprochen. Im Juli dieses Jahres verhängte das Bundeskartellamt Bußgelder. Die mit Abstand höchste Strafe von 103 Millionen Euro musste ThyssenKrupp zahlen.

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