Mittwoch, 29. Juli 2015

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Nach Insolvenz Lürssen bekommt Zuschlag für P+S-Werft

Schiffe auf dem Gelände der P+S-Werft in Wolgast: Verkaufspoker entschieden

Der Verkaufspoker um die insolvente P+S-Werft in Wolgast ist offenbar entschieden. Die Bremer Lürssen Werft soll zum Zuge kommen. Auch für Stralsund gibt es erste Interessenten.

Wolgast - Im Kaufverfahren um die insolvente P+S-Werft in Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern bekommt voraussichtlich die seit Wochen als Favorit gehandelte Bremer Lürssen Werft den Zuschlag. Aus Unternehmenskreisen heißt es, Lürssen habe das beste Angebot vorgelegt. Die Werft wolle mehr als 350 von einst rund 540 Arbeitsplätzen erhalten. Lürssen ist wie die Wolgaster P+S-Werft im Marineschiffbau tätig. Zudem will Lürssen offenbar auch Aufträge für den Betrieb in Wolgast mitbringen. "Bei beiden Werften passt es einfach", hieß es. Damit wurde ein Bericht der "Ostsee-Zeitung" vom Dienstag bestätigt.

Derzeit werden demzufolge Details des Kaufvertrages zwischen Werft und Insolvenzverwaltung verhandelt. Dabei soll es unter anderem um den genauen Kaufpreis gehen. Die in der "Ostsee-Zeitung" genannte Summe von 20 Millionen Euro wurde zunächst nicht bestätigt. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Vincent Kokert, begrüßte den geplanten Verkauf an Lürssen. "Die Übernahme durch die Bremer Lürssen-Werft, die ebenfalls im Marineschiffbau aktiv ist, gibt der Werft eine sichere Zukunft", sagte Kokert.

Gläuberausschuss entscheidet am 17. Dezember

Am 17. Dezember wird voraussichtlich der Gläubigerausschuss über den Vertrag entscheiden. Neben Lürssen hatten die arabische ADM-Gruppe und die Rostocker Tamsen-Werft ein Angebot abgegeben.

Für die Schwesterwerft in Stralsund gibt es bislang kein konkretes Kaufangebot. Die Insolvenzverwaltung erwartet aber bis Ende Dezember erste unverbindliche Angebote, wie ein Sprecher sagte.

Am 1. November war das Insolvenzverfahren für die P+S-Werften in Wolgast und Stralsund mit einst 1750 Mitarbeitern eröffnet worden. In Stralsund wechselten rund 1000 Schiffbauer in eine Transfergesellschaft. Auf der Wolgaster Peene-Werft gingen rund 110 Mitarbeiter in die Auffanggesellschaft.

krk/dpa

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