Samstag, 18. April 2015

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Siemens ICE-Verzögerungen bedrohen Prognose

ICE: Die Auslieferungsverzögerungen belasten die Bilanz

Die erneuten Lieferverzögerungen bei ICE-Zügen an die Deutsche Bahn könnten Siemens bis zu 100 Millionen Euro kosten. Damit ist auch die Jahresprognose des Konzerns gefährdet.

München - Im laufenden ersten Geschäftsquartal kämen auf den Konzern Belastungen zwischen 60 Millionen und 100 Millionen Euro zu, berichtete die "Financial Times Deutschland" in ihrer letzten Ausgabe unter Berufung auf Insider.

In den nächsten Quartalen könnten weitere Lasten hinzukommen. Denn es sei immer noch unklar, wann Siemens Börsen-Chart zeigen die Züge liefern könne, die eigentlich schon für Herbst 2011 terminiert waren. "Wenn der Konzern das Problem nicht schnell in den Griff bekommt, könnte dies die Jahresprognose kippen", sagte der Insider.

Siemens wollte den Bericht nicht kommentieren. Der für den Bereich Infrastruktur und Städte zuständige Siemens-Vorstand Roland Busch hatte vergangene Woche gesagt, dass er zu finanziellen Auswirkungen keine zuverlässigen Aussagen machen könnte.

Siemens hatte im November eingeräumt, nicht wie versprochen bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 8 von 16 von der Bahn bestellte ICE-Züge vom Typ Velaro D betriebsbereit liefern zu können. Softwareprobleme, die sich auch auf die Bremsanlage auswirkten, waren der Hauptgrund für das Versagen der Zulassung. Einen neuen Auslieferungstermin nannte Siemens nicht.

mg/dpa-afx/dapd

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