Stuttgart - Daimler
hat die Hälfte seiner Anteile am Luftfahrtriesen EADS
abgegeben - und wird damit einen langjährigen Klotz am Bein los. Dieser Klotz hat bei dem Autobauer allerdings eine besondere Geschichte: Der Anteilsverkauf, der noch weitergehen soll, ist einer der letzten Meilensteine von Daimlers Rückzug aus der Luftfahrtbranche.
Der endgültige Rückzug von Daimler bei EADS war allerdings kompliziert zu erreichen, weil der Konzern über die Beteiligung an einem Aktionärspakt die deutsche-französische Machtbalance bei EADS sicherte. Das machte den komplizierten Umbau der Eigentümerstruktur bei EADS nötig. Daimler begrüßte die Lösung. "Dies ist ein großer Schritt in eine marktwirtschaftlichere Aktionärsstruktur und erweitert die unternehmerischen Handlungsspielräume der EADS", sagte Uebber. "Wir wollen uns wie stets betont auf unser Kerngeschäft Automobilbau und Mobilitätsdienstleistungen konzentrieren."
Der Teilausstieg beim Luftfahrtriesen beschert Daimler kurz vor dem Fest einen Milliardengewinn. Der Autobauer verkaufte kurz nach der Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich die Hälfte seiner EADS-Aktien und erlöste knapp 1,7 Milliarden Euro. "Den Emissionserlös werden wir für das globale Wachstum unserer Geschäftsfelder, unsere Produkte und den Ausbau unserer technologischen Führungsposition nutzen", sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. Denn inzwischen geht es Daimler vor allem um Autos.
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