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05.12.2012
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Luxusreisen
ThyssenKrupp wirft halben Vorstand raus

Hochöfen von ThyssenKrupp: "Schaden vom Unternehmen fernhalten"
DPA

Hochöfen von ThyssenKrupp: "Schaden vom Unternehmen fernhalten"

Nach einer Affäre um Luxusreisen auf Konzernkosten setzt der größte deutsche Stahlhersteller Thyssen-Krupp drei seiner sechs Vorstandsmitglieder vor die Tür. Die Vorstände Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen müssen gehen.

Essen - Wie der Essener Konzern am Mittwoch mitteilte, soll der Aufsichtsrat am kommenden Montag der Entlassung der Vorstände Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen zum Jahresende zustimmen. Dies habe der Personalausschuss des Gremiums "in enger Abstimmung" mit Vorstandschef Heinrich Hiesinger vorgeschlagen.

ThyssenKrupp Chart zeigen sehe sich derzeit unter anderem "mit der Aufdeckung einer Reihe von Korruptions- und Kartellfällen konfrontiert", teilte das Unternehmen mit. "Auch in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der bisherigen Führungskultur im Konzern", hieß es weiter.

Berlien, Claassen und Eichler seien "mit einer einvernehmlichen Aufhebung ihrer Bestellung einverstanden und unterstützen damit die notwendigen Veränderungen des Führungssystems und der Führungskultur im Konzern".

Claassens teure Reisen in die USA

Der 54-jährige Claassen hatte den Aufsichtsrat bereits am Samstag gebeten, ihn "bis auf Weiteres" von seinen Aufgaben zu entbinden. Der Manager war zuletzt wegen luxuriöser Reisen in die USA unter Druck geraten, die er Berichten zufolge von seinem Arbeitgeber finanzieren ließ, obwohl sie nicht vornehmlich dienstlich waren.

Unter anderem soll Claassen 2010 in Miami die teuerste Suite im Ritz Carlton angemietet und dies dem Konzern in Rechnung gestellt haben, obwohl die Reise vor allem Freizeitcharakter gehabt habe.

Claassen arbeitete seit dem Jahr 1985 in verschiedenen ranghohen Funktionen zunächst im Krupp-Konzern. Nach der Fusion mit Thyssen im Jahr 1999 setzte er seine Karriere dort fort. Als Vorstandsmitglied war Claassen seit dem Jahr 2011 für Kommunikation, Einhaltung der rechtlichen Vorschriften, Nachhaltigkeit sowie die Westeuropa und Afrika zuständig.

Claassen ist ein langjähriger Weggefährte von ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme. Laut einem Medienbericht ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen wegen der Luxusreisen gegen Claassen.

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