Montag, 25. Mai 2015

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EADS-Rüstungssparte Cassidian streicht hunderte Stellen

Cassidian-Studie für Aufklärungsflieger: Mehrere süddeutsche Standorte betroffen
EADS Cassidian
Cassidian-Studie für Aufklärungsflieger: Mehrere süddeutsche Standorte betroffen

Nach dem Scheitern der Fusion mit BAE Systems strafft EADS die eigene Rüstungssparte. Ein neues Sparprogramm soll die Kosten um mindestens 200 Millionen Euro jährlich verringern. Das geht vor allem zu Lasten von Jobs in der Verwaltung.

Unterschleißheim - Die EADS-Militärtochter Cassidian streicht in den kommenden zwei Jahren bis zu 850 Arbeitsplätze. Das Unternehmen kündigte am Freitag in Unterschleißheim bei München ein Sparprogramm an, mit dem Cassidian bis 2014 jährlich mindestens 200 Millionen Euro einsparen will. Betroffen sind vor allem das Management und die Verwaltung.

"Den beabsichtigten Stellenabbau wollen wir ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Gerwert. Die Gespräche mit dem Betriebsrat laufen. Neben der Zentrale in Unterschleißheim sitzt Cassidian noch in Manching bei Ingolstadt, Ulm und Friedrichshafen sowie in Frankreich und Großbritannien.

Das Unternehmen wolle schlanker werden und sich mit seinen Produkten auf die Bereiche Verteidigung und Sicherheit konzentrieren, sagte der neue Cassidian-Chef. Künftig wolle man stärker in ausgewählte Segmente wie Grenzschutz- und Kommunikationsssyteme investieren. "Mit schlankeren Strukturen können wir kürzere Reaktionszeiten gewährleisten. So wollen wir weiter wachsen und unsere Profitabilität auf Benchmark-Niveau heben"

Im Oktober war die Fusion der europäischen Konzernmutter EADS Börsen-Chart zeigen mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems Börsen-Chart zeigen gescheitert. Danach hatte der Konzern die Sparte auf den Prüfstand gestellt.

ak/dapd/rtr

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