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30.11.2012
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Für Milliardeninvestition
Petrobras stößt Raffinerien im Ausland ab

Ölraffinerie in Cochabamba, Bolivien: Von dieser Anlage trennte Petrobras sich unfreiwillig - sie wurde im Nachbarland verstaatlicht
DPA

Ölraffinerie in Cochabamba, Bolivien: Von dieser Anlage trennte Petrobras sich unfreiwillig - sie wurde im Nachbarland verstaatlicht

Die Ausbeutung neuer Ölvorkommen in der Tiefsee vor Brasilien wird teuer. Um das Vorhaben zu stemmen, verabschiedet sich der Energieriese Petrobras nun offenbar von seiner Rolle als Global Player. Der Verkauf ausländischer Anlagen soll 15 Milliarden Dollar freimachen.

Rio de Janeiro - Der brasilianische Ölkonzern Petrobras will zur Finanzierung seiner weltweit beispiellos hohen Investitionen offenbar alle Raffinerien außerhalb der Heimat verkaufen. Der staatlich kontrollierte Konzern hoffe dabei zunächst auf Erlöse von knapp 15 Milliarden Dollar, sagte ein Insider am Donnerstag zu Reuters.

Petrobras will in den kommenden fünf Jahren 237 Milliarden Dollar investieren. Bereits vor zwei Jahren sammelte der ehemals staatliche Konzern die Rekordsumme von 70 Milliarden Dollar von Anlegern ein. Derzeit gibt es aber Probleme bei der Umsetzung der teuren Pläne zur Ausbeutung neuer Ölfelder vor Brasiliens Küste. Grund sind rapide steigende Kosten im Unternehmen, eine sinkende Produktion und zunehmende Importe.

Ein Verkauf aller Raffinerien im Ausland wäre für Petrobras ein Strategieschwenk. "Vor einigen Jahren wollte die Regierung Petrobras zu einem großen Global Player machen und deshalb wurden Unternehmensteile im Ausland gekauft", sagte Adriano Pires, Chef des brasilianischen Infrastrukturinstituts. Der Konzern hat daher jetzt auch Raffinerien in den USA, Argentinien und Japan.

Zuletzt hatte Petrobras lediglich eine Trennung von seiner US-Raffinerie in Texas erwogen, die zusammen mit den Ölsuche- und Produktionsanlagen im Golf von Mexiko verkauft werden sollten. Nun wird offenbar anders geplant: "Das Ziel ist es, die Raffination auf unser Hauptnachfragegebiet zu konzentrieren, und das liegt in Brasilien", sagte der Insider.

In Brasilien fehlt es derzeit an Raffineriekapazitäten, weshalb das Land Benzin und Diesel importieren muss, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Treibstoffimporte sorgten bei Petrobras zusammen mit Beschränkungen für Preiserhöhungen seitens der Regierung dafür, dass das Raffineriegeschäft dieses Jahr mehr als acht Milliarden Dollar Verlust anhäufen wird.

ak/rtr

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