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30.11.2012
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ThyssenKrupp
GfT-Tochterfirma unter Korruptionsverdacht

ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: Offenbar Korruptionsproblem bei Tochterfirma GfT Bahntechnik
ThyssenKrupp

ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: Offenbar Korruptionsproblem bei Tochterfirma GfT Bahntechnik

Neuer Fall von Korruption: ThyssenKrupp hat offenbar Mitarbeiter des Tochterunternehmens GfT Bahntechnik entlassen und bei der Staatsanwaltschaft wegen möglicher Bestechung angezeigt. Nach Medieninformationen geht es um Geschäfte in Osteuropa im Jahr 2010.

Essen - Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat mit einem weiteren möglichen Bestechungsfall zu kämpfen. Mitarbeiter des Tochterunternehmens GfT Bautechnik sollen Geschäfte mit dubiosen Zahlungen angeschoben haben. Entsprechende Berichte des "Handelsblatts" und der "WAZ" bestätigte am Freitag ein Unternehmenssprecher. Durch anonyme Hinweise sei der Konzern 2010 auf mögliche Verstöße aufmerksam gemacht worden. Im Zuge der internen Ermittlungen seien Unregelmäßigkeiten in Osteuropa festgestellt worden.

Der Konzern habe die Mitarbeiter entlassen und die zuständigen Behörden informiert. "ThyssenKrupp Chart zeigen sieht sich selbst als geschädigt und hat bereits Schadensersatzansprüche gerichtlich geltend gemacht", erklärte das Unternehmen. Gegen die Beteiligten laufe ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren.

Nach dem Aufdecken eines Kartells auf dem Schienenmarkt und der öffentlichen Diskussion um luxuriöse Pressereisen hat ThyssenKrupp damit offenbar den nächsten Fall von unsauberer Geschäftsführung am Hals. Nach Informationen des Blattes summieren sich die unklaren Zahlungen auf einen zweistelligen Millionenbetrag, der unter anderem bei Geschäften in Kasachstan, Usbekistan und China geflossen sein soll. Die Summe setze sich zusammen aus Scheinrechnungen und Provisionen, für die im Gegenzug keine Leistungen erkennbar sein sollen.

Einer der entlassenen Manager - ein Sprecher sprach gegenüber der Zeitung von insgesamt sechs gekündigten Mitarbeitern - wies die Vorwürfe im "Handelsblatt" zurück. Versteckte Zahlungen und verschleierte Provisionen habe es nicht gegeben, sagte dessen Anwalt. Der Manager klage gegen seine Entlassung. Die Staatsanwaltschaft Essen war zunächst nicht zu erreichen.

kst/dpa

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