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29.11.2012
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Bergbauriese
Rio Tinto spart sieben Milliarden Dollar

Fahrerlose Trucks in Rio-Tinto-Mine: Mehr Output trotz sinkender Kosten
REUTERS

Fahrerlose Trucks in Rio-Tinto-Mine: Mehr Output trotz sinkender Kosten

Der britisch-australische Rohstoffkonzern Rio Tinto kündigt ein gewaltiges Sparprogramm an - und zugleich ein noch schnelleres Wachstum der Produktion. Damit will der Konzern trotz sinkender Erzpreise die Konkurrenz ausstechen.

Sydney - Der Bergbaukonzern Rio Tinto will wegen gesunkener Rohstoffpreise in den kommenden zwei Jahren sieben Milliarden Dollar einsparen. Es sei bis zum kommenden Jahr und wahrscheinlich darüber hinaus wichtig, die Kosten unter Kontrolle zu bekommen, sagte Konzernchef Tom Albanese am Donnerstag vor Beginn eines Investorenseminares. Die meisten Einschnitte würden die Bereiche Kohle und Aluminium betreffen.

Rio Tinto Chart zeigen hat wie seine Konkurrenten mit sinkenden Preisen bei zugleich steigenden Kosten und einem starken australischen Dollar zu kämpfen. Vorsichtig optimistisch zeigte sich Albanese über das Wachstum in China. Die Volksrepublik ist der wichtigste Absatzmarkt.

Rio Tinto zählt zu den größten Produzenten von Eisenerz, dem wichtigsten Rohstoff in der Stahlherstellung und damit in der Bauwirtschaft und Metallindustrie. Der Rohstoff brachte vergangenes Jahr rund 83 des Betriebsgewinns ein. Der Konzern rühmt sich, der produktivste und kostengünstigste Erzförderer zu sein. Die Produktionskosten werden mit 35,50 Dollar je Tonne angegeben, bei einem Verkaufspreis von aktuell 118 Dollar. Während mehrere Wettbewerber angesichts sinkender Erzpreise ihre Expansionspläne zuletzt zurechtstutzten, stockt Rio Tinto seine Pläne weiter auf.

Dank der "Beseitigung von Flaschenhälsen" und steigender Produktivität sei die heutige Förderkapazität des Konzerns im nordwestaustralischen Pilbara-Revier bereits von 230 Millionen auf 237 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr gestiegen. Entsprechend steige das Ziel des Expansionsprogramms - "mit minimalen Kapitalkosten" - auf 360 Millionen Tonnen. Bereits zum Jahresende 2013 soll eine Kapazität von 290 Millionen Tonnen erreicht sein.

Auch das jüngst aufgeschobene Großprojekt Simandou im westafrikanischen Guinea verfolgt Rio weiter, verweist aber auf die nötige Kofinanzierung der daran beteiligten Regierung, die außerdem noch Genehmigungen zum Ausbau von Hafen- und Bahnanlagen erteilen müsse. Mitte 2015 solle das erste Erz von dort geliefert werden.

Der Konzern erwartet, dass die chinesische Stahlnachfrage um 2030 ihren Höhepunkt mit einer Milliarde Tonnen erreicht. Die Aktie legte am Donnerstagvormittag um mehr als 4 Prozent zu und war damit der stärkste Wert im Londoner Leitindex FTSE 100 Chart zeigen.

ak/rtr

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