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28.11.2012
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Anteile verkauft
Haniel erlöst 100 Millionen Euro mit Celesio

Celesio-Zentrale in Stuttgart: Haniel reduziert seinen Anteil auf 50,01 Prozent, die Aktie gibt nach
Celesio

Celesio-Zentrale in Stuttgart: Haniel reduziert seinen Anteil auf 50,01 Prozent, die Aktie gibt nach

Der gestern angekündigte Verkauf von Celesio-Anteilen ist unter Dach und Fach: Haniel hat seinen Anteil an dem Pharmagroßhändler auf 50,01 Prozent gesenkt und damit knapp 100 Millionen Euro erlöst. Für die Verringerung des Metro-Anteils will Haniel dagegen Zeit lassen

Duisburg - Haniel hat seine Beteiligung an dem Pharmagroßhändler Celesio wie gestern angekündigt auf 50,01 Prozent reduziert und damit rund 100 Millionen Euro erlöst. Das Duisburger Familienunternehmen teilte mit, es habe 7,9 Millionen Aktien zum Stückpreis von 12,60 Euro verkauft.

Haniel hat damit mehr Geld eingenommen als ursprünglich angenommen. Die Deutsche Bank, die die Aktien im Auftrag Haniels veräußerte, war zunächst nur von einem Preis zwischen 12,20 und 12,50 Euro ausgegangen. Die Nachfrage nach den Celesio-Titeln habe das Angebot aber um das Fünffache übertroffen. Die Aktien von Celesio Chart zeigen gaben in einer ersten Reaktion um 2,15 Prozent nach.

Haniel hatte gestern angekündigt, sich neben den Celesio-Papieren in den nächsten 18 Monaten auch von 13,7 Millionen Metro-Aktien Chart zeigen zu trennen. Die Metro-Beteiligung würde damit auf 30,01 Prozent sinken, Haniel bliebe aber größter Einzelaktionär. Mit dem Verkauf wäre aber die Mehrheit der Familien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck an dem Handelskonzern (Real, Media-Saturn) verloren. Sie halten bisher zusammen 50,01 Prozent, davon liegen 34,4 Prozent bei Haniel.

Abbau der Verschuldung

Mit dem Verkaufserlös will der Mischkonzern seine Schulden auf unter zwei Milliarden Euro zu drücken. Noch ist die Holding mit rund 2,4 Milliarden verschuldet. 150 Millionen Euro soll der Verkauf weiterer, als nicht strategisch identifizierter Vermögenswerte bringen. Die Beteiligungspakete am Büro-Versandhändler Takkt, dem Arbeitskleidungs-Hersteller CWS-boco und der Recycling-Tochter ELG stünden aber nicht zur Disposition.

"Haniel geht mit diesem Maßnahmenpaket den Verschuldungsabbau auf Holdingebene konsequent an und balanciert zugleich das Portfolio besser aus", erklärte Haniel-Chef Stephan Gemkow den Schritt. Gemkow verschafft sich mit einem Schuldenabbau neuen Spielraum. Zuletzt hatten die Ratingagenturen S&P sowie Moody's die Bonitätsnoten gesenkt, womit die Schuldenaufnahme sich für Haniel tendenziell verteuert.

mg/dpa-afx/rtr

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