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25.11.2012
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Eurofighter-Affäre
EADS will Korruptionsvorwürfe intern klären

Wendemanöver: Eurofighter "Typhoon" auf Pariser Flugschau
dapd

Wendemanöver: Eurofighter "Typhoon" auf Pariser Flugschau

EADS-Chef Tom Enders geht in der mutmaßlichen Korruptionsaffäre um den Verkauf von Eurofightern nach Österreich in die Offensive. Laut einem Magazinbericht plant der Konzern eigene Ermittlungen. Vor drei Jahren war eine interne Prüfung gescheitert, doch nun machen die Staatsanwälte Druck.

Hamburg - Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern hat die Kanzlei Clifford Chance mit einer Aufarbeitung der Schmiergeldvorwürfe beauftragt, berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

"Ich will diese Angelegenheit so rasch wie möglich aufklären. Dieser Fall belastet unser Verhältnis zu Österreich und seinen Streitkräften und nicht zuletzt auch unser Ansehen und unsere Glaubwürdigkeit", sagte Enders dem Bericht zufolge am vergangenen Mittwoch in kleinem Kreis in Berlin.

Unter Leitung des Frankfurter Clifford-Partners Heiner Hugger solle dessen Team ein "umfangreiches Fact Finding" der Umstände rund um das Rüstungsgeschäft erstellen, heiße es bei EADS Chart zeigen. Ziel sei, "ein umfassendes Bild dieser sehr komplexen Angelegenheit zu erhalten, um dann mögliche Konsequenzen zu ziehen."

Nachdem sich im Jahr 2007 in Österreich bereits ein Untersuchungsausschuss mit dubiosen Zahlungen rund um den Eurofighter-Deal befasste, hatte EADS zunächst die Vorwürfe intern untersucht, war aber zu keinem Ergebnis gekommen. Die Durchsuchung an drei Standorten rund um München vor drei Wochen traf die Firma daher nach eigenen Angaben völlig unvermittelt. Neben Staatsanwälten in Wien und München ermittelt auch die Steuerfahndung in dem Fall. Bislang gibt es 14 Beschuldigte, darunter zehn ehemalige und derzeitige Mitarbeiter des Konzerns.

EADS steht im Verdacht, zwischen 2005 und 2008 über Beratungsfirmen und mit Hilfe von Scheinverträgen Millionenschmiergelder für das rund 1,7 Milliarden Euro schwere Eurofighter-Geschäft mit Österreich bezahlt zu haben. Das Geld floss nach Erkenntnissen der Fahnder zunächst auf Konten von Waffenhändlern, Lobbyisten und Finanzjongleuren in Liechtenstein, der Schweiz, Malta und auf der Isle of Man. Wo es von dort hingelangte, ist noch unklar.

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