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25.11.2012
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Brand in Bangladesch
Mehr als 100 Tote in C&A-Zulieferbetrieb

Katastrophe in Dhaka: Die Feuerwehr brauchte vier Stunden, um den Brand zu kontrollieren
AP

Katastrophe in Dhaka: Die Feuerwehr brauchte vier Stunden, um den Brand zu kontrollieren

Die boomende Textilindustrie in Bangladesch erlebt ihre bisher schwerste Katastrophe. Ein Werksbrand nahe der Hauptstadt Dhaka hat mindestens 100 Menschenleben gekostet. Die Arbeiterinnen waren in dem Gebäude gefangen, wo auch C&A fertigen lässt.

Dhaka - Beim Brand einer Textilfabrik in Bangladesch sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Bislang liege die Zahl der Toten bei 109, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Darunter befänden sich neun Opfer, die aus dem Gebäude gesprungen seien. Andere Quellen bezifferten die Totenzahl auf mindestens 120. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da die Suche nach Opfern noch andauere, sagte Feuerwehrsprecher Mohammad Mahbub. Es war die bislang schlimmste Brandkatastrophe des Landes dieser Art. Sie ereignete sich im Industriebezirk Ashulia vor den Toren der Hauptstadt Dhaka.

Das Feuer brach nach Feuerwehrangaben am späten Samstagabend im Erdgeschoss aus und breitete sich rasch in dem neunstöckigen Gebäude aus. Mehreren Hundert der meist weiblichen Arbeiter war der Fluchtweg versperrt. Die meisten Leichen wurden im zweiten Stock geborgen. Die Ursache für das Feuer war zunächst offen. Zeugenberichten zufolge versuchten viele Eingeschlossene, den Flammen mit Sprüngen aus den Fenstern zu entkommen. Dabei habe es Tote und Verletzte gegeben.

Die meisten Opfer seien im Inneren des Gebäudes eingeschlossen gewesen, weil es keine Notausgänge gegeben habe, die nach draußen führten. "Die Fabrik hatte drei Treppenhäuser und alle führten ins Erdgeschoss", sagte der Feuerwehrsprecher. Dort habe der Brand aber begonnen, sodass es keine Fluchtmöglichkeiten gegeben habe.

Viele Opfer waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Soldaten und Grenzpolizisten wurden gerufen, weil sich nach Angaben der Feuerwehr Tausende besorgte Angehörige von Fabrikarbeitern in der Nähe versammelten. Wie viele Vermisste es noch gab, war noch unklar. "Mehr als tausend Arbeiter waren in der Fabrik eingeschlossen", sagte eine Überlebende lokalen Medien. Sie sei aus dem vierten Stock gesprungen und auf dem Dache eines Nachbargebäudes aufgekommen, erzählte die 42-Jährige im Krankenbett.

Firmenchef Delwar Hossain vom Textilunternehmen Tazreen Fashion sprach von einem "schweren Verlust für meine Angestellten und meine Fabrik", die unter anderem für das Bekleidungsunternehmen C&A der deutsch-niederländischen Familie Brenninkmeijer arbeitet.

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