Industriemanager magazin RSS  - Industrie

Alle Artikel und Hintergründe


13.11.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Windturbinen-Hersteller
Nordex schreibt wieder Gewinne

Die Zahlen von Nordex sind schwarz, doch Probleme mit Zulieferern drücken die Gewinnmarge
dapd

Die Zahlen von Nordex sind schwarz, doch Probleme mit Zulieferern drücken die Gewinnmarge

Drei Quartale lang schrieb der Windanlagenhersteller Nordex Verluste, nun erntet er die Früchte seines Sparprogramms: Von Juli bis September kehrte Nordex in die Gewinnzone zurück. Der Gewinn übertraf die Erwartungen. Doch nun gibt es neue Probleme.

Hamburg - Nach drei Verlustquartalen hintereinander schaffte das Unternehmen die Rückkehr in die Gewinnzone. Im dritten Jahresviertel verdiente es operativ (Ebit) 15,4 Millionen Euro. Das waren rund zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor, wie die im TecDax notierte Gesellschaft heute in Hamburg mitteilte. Der Umsatz legte um 11 Prozent auf 294,4 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieben 7,7 Millionen Euro übrig, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Damit übertraf Nordex die Erwartungen von Analysten.

Allerdings drohen Nordex Chart zeigen nun durch Zulieferer neue Probleme. Verzögerungen bei der Lieferung von Türmen und Rotorblättern führen zu einem Mehraufwand. Deshalb erwartet das Management nur noch eine operative Gewinnmarge von rund einem Prozent. Bislang hatte es 1 bis 3 Prozent in Aussicht gestellt. An seiner Umsatzprognose von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro hielt der Vorstand fest. Damit würde das Unternehmen erstmals seit 2009 wieder die Milliardenmarke knacken.

Beim Auftragseingang will Nordex wie im Vorjahr 1,1 Milliarden Euro erreichen. Wegen einiger Verschiebungen lagen die Bestellungen nach neun Monaten mit rund 640 Millionen Euro noch fast 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Verantwortlich dafür machte das Unternehmen Unsicherheiten über die Förderungspläne in einzelnen Ländern. Im Oktober und November seien einige der erwarteten Aufträge nun aber eingegangen.

Europa treibt den Umsatz an

Im dritten Quartal profitierte Nordex von einer gestiegenen Auslastung in seinen Werken. Vor allem in Europa machte das Unternehmen gute Geschäfte, während es einen Verlust in Asien einfuhr und in den USA nur ein fast ausgeglichenes Ergebnis. Mit dem Gewinn im Sommerquartal machte Nordex auch den Fehlbetrag der ersten Jahreshälfte wett. Nach neun Monaten steht nur ein operativer Gewinn von 2,3 Millionen Euro zu Buche. Dazu trugen auch Stellenstreichungen, die Konzentration aufs Kerngeschäft mit der Aufgabe der Offshore-Pläne und die radikale Senkung von Kosten bei Zulieferern bei.

Die Norddeutschen schlagen sich damit besser als der dänische Weltmarktführer Vestas Chart zeigen, der einen Gewinn nur bereinigt um Sondereffekte erwartet. Die Dänen waren auch im dritten Quartal nicht aus den roten Zahlen gekommen, weil Abschreibungen auf alte Fabriken auf das Ergebnis drückten und die operativen Fortschritte zunichte machten. Die gesamte Branche leidet immer noch an Überkapazitäten und bekommt die Konkurrenz aus Asien zu spüren.

Große Hoffnungen setzt Nordex auf seine neu entwickelte Turbine N117/2400, die speziell für geringe Windgeschwindigkeiten entwickelt wurde. Anfang November gab Nordex bekannt, dank der guten Aussichten für die neue Windmühle im nächsten Jahr sogar wieder 130 neue Mitarbeiter am Hauptproduktionsstandort in Rostock einzustellen. Laut den im September vorgestellten längerfristigen Zielen will Nordex bis 2015 den Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro steigern und dabei eine operative Marge von mehr als 5 Prozent erwirtschaften.

wed/dpa-afx

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Hohe Abschreibungen, maue Konjunktur
Linde senkt Prognose - Aktie bricht ein
Konjunktur
Deutschlands Konzerne im Sparwahn
Wettbewerb "Investors' Darling"
Mister 350 Prozent - der Liebling der Investoren
Einkaufsmanagerindex
Deutsche Industrie sendet Lebenszeichen

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?