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30.10.2012
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Gewinn gesunken
Bayer leidet unter Klagewelle in Amerika

Pillenproduktion von Bayer: Gewinn gesunken, Umsatz gestiegen
dapd

Pillenproduktion von Bayer: Gewinn gesunken, Umsatz gestiegen

Die Welle von Klagen amerikanischer Frauen wegen möglicher Gesundheitsschäden durch die Anti-Baby-Pille Jasmin drückt den Gewinn des Pharma- und Chemieunternehmens Bayer. Dabei befindet sich der Konzern eigentlich auf Wachstumskurs.

Leverkusen - Wenn etwas Bayer aufhalten kann, dann sind es Klagen in Amerika gegen den Leverkusener Konzern. Immer wieder gerät der Pharma- und Chemiekonzern aus dem Rheinkland mit den Behörden in Übersee in Streit, jetzt klagen nicht wenige amerikanische Frauen wegen möglicher Gesundheitsschäden durch Bayers Anti-Baby-Pille Jasmin gegen das Unternehmen - und das drückt den Bayer-Gewinn.

Im dritten Quartal sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wegen weiterer Vorsorge des Unternehmens für Vergleichszahlungen und wegen Restrukturierungsaufwendungen um 23,7 Prozent auf 838 Millionen Euro, wie Bayer am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Unter dem Strich lag der Quartalsgewinn demnach mit 528 Millionen Euro um 17,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Trotz des Gewinnrückgangs im dritten Quartal bekräftigte der Konzern aber seine Prognose für das Gesamtjahr 2012.

An der Börse machten die Neuigkeiten von Bayer zwar schnell die Runde. Doch entscheidende Impulse gaben sie dem Aktienkurs des Unternehmens nicht. Die Titel notieren gegen elf Uhr prozentual nahezu unverändert bei 66,50 Euro. Deutschlands Aktienleitindex Dax Chart zeigen, in dem die Bayer-Titel Chart zeigen enthalten sind, rückte zeitgleich allerdings um 0,72 Prozent vor.

Dass der Bayer-Kurs nicht stärker unter Druck geraten ist, könnte auch an einem wichtigen Begleitdetail des jüngsten Geschäftsverlaufs liegen: Der Konzern ist eigentlich weiter auf Wachstumskurs. Dank florierender Geschäfte in der Gesundheitssparte und im Pflanzenschutz stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal um 11,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Auch währungsbereinigt lag das Plus noch bei 5,5 Prozent.

Zukauf von Vitamin-Anbieter in den USA

Zugleich will Bayer sein Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln durch eine Akquisition weiter stärken: Der Chemie- und Pharmakonzern übernimmt dazu mit dem US-Unternehmen Schiff Nutrition International einen der führenden Anbieter von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Der in Salt Lake City ansässige Konzern werde bei der Transaktion mit rund 1,2 Milliarden Dollar (920 Millionen Euro) bewertet, hieß es.

"Das Schiff-Geschäft stärkt unsere Präsenz und Stellung in den USA deutlich, wo mehr verschreibungsfreie Produkte und Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden als in jedem anderen Land der Welt", sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers. Die Übernahme muss allerdings noch von den Kartellbehörden genehmigt werden, mit dem Vollzug werde aber bis Ende 2012 gerechnet.

kst/afp/dpa-afx

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