Industriemanager magazin RSS  - Industrie

Alle Artikel und Hintergründe


24.10.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Industriepolitik
Bund will drei Milliarden für EADS zahlen

Flugzeugbauer EADS: Bund drückt aufs Tempo
dapd

Flugzeugbauer EADS: Bund drückt aufs Tempo

Die Bundesregierung will nach Medieninformationen so schnell wie möglich bei der Airbus-Mutter EADS einsteigen. Selbst von einem akuten Preisaufschlag will sich der Bund offenbar nicht abschrecken lassen - und insgesamt knapp drei Milliarden Euro für den Industrie-Deal aufbringen.

Düsseldorf - Die Bundesregierung will möglichst rasch bei der Airbus-Mutter EADS Chart zeigen einsteigen und ist bereit, dafür mehr als den Marktpreis für ein Aktienpaket zu bezahlen: Pro Titel sollen bis zu 30 Euro je Aktie aufgebracht werden, obwohl der EADS-Kurs am Vortag bei 26,35 Euro notiert habe. Der Bund würde sich den Einstieg so knapp drei Milliarden Euro kosten lassen. Das geht aus einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, aus dem das "Handelsblatt" zitierte.

In dem Papier wird auf den wachsenden Zeitdruck verwiesen, da sich die Daimler AG noch in diesem Jahr von der Hälfte ihres 15-prozentigen EADS-Anteils trennen wolle. "Vor diesem Hintergrund sollte die gesamte Transaktion zeitnah realisiert werden", heißt es. "Ansonsten droht die konkrete Gefahr, dass die Daimler Chart zeigen ihre Anteile über den Markt verkauft." Damit wäre die deutsch-französische Balance zuungunsten Deutschlands verloren, heißt es weiter.

Dem Papier zufolge will Deutschland die deutsch-französische Balance bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern auch künftig "soweit wie möglich" wahren. Gewisse Abweichungen der deutschen Mitwirkungsrechte im Vergleich zur französischen Regierung seien aber unvermeidbar. "Die Bundesregierung ist bemüht, diese Abweichungen der Mitwirkungsrechte im Vergleich zur französischen Seite so gering wie möglich zu halten."

Den Kaufpreis begründe die Regierung auch mit einem wachsenden Zeitdruck, der vom Autokonzern Daimler ausgeht. Es "droht die konkrete Gefahr, dass die Daimler AG ihre Anteile über den Markt verkauft", heiße es in dem Papier. Die Stuttgarter hatten angekündigt, bis Ende des Jahres mindestens 7,5 Prozent ihrer EADS-Anteile verkaufen zu wollen. Laut Papier ist für die Umsetzung des deutschen Plans aber die Zustimmung Frankreichs erforderlich.

kst/dapd/dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu ...










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarife:
Finden Sie den passenden Tarif