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21.09.2012
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Sana bereitet Angebot vor
Neue Runde im Übernahmekampf um Rhön-Klinikum

Von Dietmar Palan

Klinik des Gesundheitskonzerns Sana in Stuttgart: Pläne mit Anteilseignern aus der privaten Krankenversicherung abgestimmt
Sana Kliniken

Klinik des Gesundheitskonzerns Sana in Stuttgart: Pläne mit Anteilseignern aus der privaten Krankenversicherung abgestimmt

Nach dem gescheiterten Versuch des Dax-Konzerns Fresenius, den Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum zu übernehmen, zeigt ein neuer Aufkäufer Interesse. Rhön-Konkurrent Sana bereitet nach Informationen von manager magazin ein Angebot vor.

Hamburg - Der Übernahmepoker um den Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum geht weiter. Wie manager magazin online aus Finanzkreisen erfuhr, arbeitet Michael Philippi, Chef des viertgrößten deutschen Krankenhauskonzerns Sana, an einem Übernahmeangebot für den im MDax Chart zeigen notierten Konkurrenten.

Philippi habe seine Pläne bereits mit seinen Anteilseignern - rund 30 Unternehmen aus der privaten Krankenversicherung - abgestimmt, heißt es weiter in den Kreisen. Die Assekuranzfirmen versuchten derzeit, Rhön-Aktien außerhalb der Börse aufzukaufen. Im Moment sollen sie etwa 7 Prozent des Kapitals kontrollieren.

Philippi, dessen Unternehmen selbst keine Rhön-Papiere besitzt, könne jederzeit auf das Paket seiner Aktionäre zugreifen. Seinen Übernahmeversuch will er starten, wenn er Zugriff auf etwa 20 Prozent der Rhön-Aktien Chart zeigen hat. Sana und Philippi wollen dazu keine Stellungnahme abgeben.

Philippi und der Chef des Rhön-Klinikums Wolfgang Pföhler standen bereits Anfang 2012 kurz vor einer ähnlichen Vereinbarung. Damals hatte allerdings Gründer und Aufsichtsratschef Eugen Münch begonnen, mit Fresenius-Chef Ulf Schneider zu verhandeln. Dessen erster Übernahmeversuch scheiterte allerdings Ende Juli, weil weniger als 90 Prozent der Rhön-Aktionäre ihre Anteile an Fresenius Chart zeigen verkaufen wollten. Auch der Versuch, das Angebot mit einer niedrigeren Annahmeschwelle wieder aufleben zu lassen, schlug Anfang September fehl.

Schmerzgrenze bei 17 bis 18 Euro je Rhön-Aktie

Während dieser Zeit war auch der Kontakt zwischen Philippi und Pföhler nie ganz abgerissen. Der Rhön-Chef hätte Sana als Käufer vorgezogen - schon allein deshalb, weil Fresenius-Vormann Schneider stets darauf bestanden hatte, das fusionierte Unternehmen vollständig in den eigenen Konzern zu integrieren und unter die Führung seiner eigenen Leute zustellen.

Bei der Konstruktion, die Philippi vorschwebt, könnte Rhön an der Börse und Pföhler im Amt bleiben. Offizielle Gespräche führt Philippi derzeit aber weder mit Rhön-Chef Pföhler noch mit dessen Aufsichtsratsvorsitzenden und Großaktionär Münch.

Allerdings soll der Sana-Chef nicht bereit sein, bei einem Übernahmeangebot die 22,50 Euro pro Aktie zu bezahlen, die Fresenius-Mann Schneider geboten hat. Den Finanzkreisen zufolge liegt die Schmerzgrenze von Philippi und seinen Aktionären zwischen 17 und 18 Euro.

Das allerdings dürfte kaum nach dem Geschmack von Rhön-Gründer Münch sein. Der Klinikpionier, der selbst noch immer 13 Prozent der Aktien seines Unternehmens hält, lässt seinen Sprecher ausrichten, dass ihm nichts von den Kaufabsichten von Sana oder deren Aktionären bekannt ist und dass er die Information für ein Marktgerücht hält. Münch will den Konzern zunächst unter Eigenregie weiterführen.

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Interesse an Rhön: Sana-Chef Michael Philippi
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