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13.08.2012
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Paketdienste
Wettlauf um die Zukunftsmärkte

Von Mirjam Hecking

Paketdienste: Wer in Deutschland was bewegt
Fotos
DPA

Ob Amazon, Zalando oder Sportscheck: Der Handel übers Internet boomt, und mit ihm das Geschäft der Paketversender. Doch der Markt wird rauer - und könnte noch für manche Überraschung gut sein. Die steigende Zahl der Powerseller und Kleinstversender bereitet den Paketdiensten Probleme.

Hamburg - Wie beliebt einkaufen über das Internet ist, sieht man im Hamburger Stadtteil Eppendorf gleich an mehreren Straßenecken. Neben den dort aufgestellten Papiercontainern stapeln sich meterhoch Kartons. Manchmal ist vor lauter Amazon-, Zalando- und Saturn-Verpackungen der Container selbst kaum noch zu sehen.

Der Onlineversandhandel boomt. Mehr als 34 Milliarden Euro haben die deutschen Onlinehändler laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels alleine im vergangenen Jahr umgesetzt - fast vier Milliarden mehr als im Vorjahr. Mehr als 8 Prozent des gesamten Einzelhandels laufen mittlerweile übers Internet - Tendenz steigend.

Waren es früher vor allem Bücher und CDs, die über das Internet ihren Besitzer wechselten, wird mittlerweile fast alles online bestellt: Waschmaschinen, Staubsauger, Katzenstreu, Blumenerde oder Weinkisten - immer mehr Kunden schätzen die Bequemlichkeit, sich die Ware bequem vor die Wohnungstür liefern zu lassen.

Davon profitieren die Paketdienste. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Sendungen, die über Paket, Express oder Kurierdienste zu den Kunden kommen, laut einer Studie des Rechercheinstitutes KE-Consult um 46 Prozent gestiegen. Alleine im vergangenen Jahr legte der Markt um 6 Prozent auf 2,5 Milliarden Sendungen zu.

Ein Ende ist nicht in Sicht: Bis 2016 rechnen die Forscher mit einer weiteren jährlichen Steigerungsrate von mehr als 3 Prozent auf fast drei Milliarden Sendungen.

Erste Krisensymptome: UPS und FedEx treten auf die Bremse

Doch trotz solch exorbitanter Wachstumsraten geht es nicht allen in der Branche gut. Die deutsche Post-Tochter DHL präsentierte vor einigen Tagen zwar glänzende Zahlen. Doch andernorts hakte es bereits. So kassierte der DHL-Konkurrent UPS Chart zeigen Ende Juni seine Prognose - unter anderem weil er mit einer Abkühlung der Konjunktur im Heimatmarkt USA rechnet.

Und auch der niederländische Paketdienst TNT-Express stellt sich angesichts der unsicheren Wirtschaftslage in Europa auf schlechtere Zeiten ein. Er will seine Kapazitäten um 15 Prozent eindampfen. Bislang läuft es allerdings noch gut: Von April bis Juni verdiente der Expressdienstleiter unter dem Strich 40 Millionen Euro - zehnmal so viel wie noch ein Jahr zuvor.

Doch die Schuldenkrise macht sich bemerkbar. Weil Kunden in Krisenzeiten lieber zu Standardangeboten statt zum schnelleren Premiumservice greifen, kämpft der Expressdienstleister mit sinkenden Preisen. Einen Ausblickt wagen die Niederländer überhaupt nicht. Und auch bei FedEx Chart zeigen läuft es nicht mehr ganz so rund. Der Logistiker kündigte für den Herbst ein großes Sparprogramm an.

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