Montag, 10. Dezember 2018

Flüssiges Erdgas Linde formt Joint Venture mit Bomin

LNG-Terminal in Rotterdam: Ab 2015 müssen die Schiffe ihre Emissionen in Nordwesteuropa weiter senken

Flüssiges Erdgas ist eine der wichtigsten Antriebsalternativen in der Schifffahrt. Doch noch fehlt es an der nötigen Infrastruktur, um die Schiffe kostengünstig mit dem sogenannten LNG zu betanken. Linde will nun mit der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen Abhilfe leisten.

München - Linde werde mit dem Anbieter von Schiffstreibstoffen Bomin ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um eine Infrastruktur für Flüssigerdgas (LNG) für die Schifffahrt in Nordwesteuropa aufzubauen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft mit. Bomin gehört zum Mineralölunternehmen Marquard & Bahls.

An dem gemeinsamen Unternehmen mit Sitz in Hamburg sollen beide Partner zu gleichen Teilen beteiligt sein. Mit ihrer Arbeit soll die neue Gesellschaft Ende 2012 beginnen. Die zuständigen Kartellbehörden müssen der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens noch zustimmen.

Das neue Unternehmen soll in den wichtigsten Häfen innerhalb der so genannten "Emission Control Areas" (ECAs) in Nordwesteuropa Versorgungsstationen bauen. Ab 2015 muss die Schifffahrt in den ECA-Gebieten ihre Emissionen weiter senken.

"Eine flächendeckende und kostengünstige LNG-Infrastruktur ist entscheidend für den Erfolg von LNG als Treibstoff für den Schiffsverkehr", sagte Linde-Vorstand Aldo Belloni. Erst vor kurzem hatte Linde Börsen-Chart zeigen ein LNG-Terminal im Stockholmer Hafen eröffnet.

Gemeinsam mit der zuständigen Behörde führt Linde derzeit auch eine Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer Flüssigerdgas-Infrastruktur im Hamburger Hafen durch. Zudem hatten die Münchener erst jüngst den Zuschlag für die LNG-Versorgung der ersten erdgasbetriebenen Fähre - der "Viking Grace" der finnischen Viking Line - erhalten.

mg/dpa-afx

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