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31.07.2012
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Gewinn steigt
HeidelbergCement spart und spart

Zement: Stark gefragt in Nordamerika, weil die Baukonjunktur dort kräftig anzieht
dapd

Zement: Stark gefragt in Nordamerika, weil die Baukonjunktur dort kräftig anzieht

Im vergangenen Quartal profitierte der Baustoffkonzern HeidelbergCement noch von steigender Nachfrage in Amerika und Asien. Aber das muss ja nicht so bleiben, deswegen gibt es "Fox 2013", "Leo" oder "Perform" - mit Sparprogrammen spart der Konzern wahrlich nicht.

Heidelberg - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement Chart zeigen drückt weiter auf die Kostenbremse und leidet nicht mehr so unter den hohen Rohstoffpreisen. "Die Ergebnisqualität hat sich im zweiten Quartal spürbar verbessert", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele.

Zum einen gelang es dem Konzern, die hohen Rohstoffpreise über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Zum anderen zog die Nachfrage nach Zement insbesondere in den Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika weiter an. Dennoch startete das Unternehmen neben einem bestehenden zwei weitere Kostensenkungsprogramme.

Das operative Ergebnis steigerte der Dax-Konzern im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent auf 495 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, während der Konzernüberschuss um 19,3 Prozent auf 248,6 Millionen Euro zulegte. Im ersten Quartal hatte der Konzern noch mit den hohen Kosten zu kämpfen und musste einen Verlust von 204 Millionen Euro ausweisen.

Weil die Baukonjunktur in Nordamerika anzog und die Nachfrage in Asien weiter stieg, ging auch der Zementabsatz von HeidelbergCement deutlich nach oben. Damit wurden den Angaben zufolge Einbußen in einigen europäischen Märkten ausgeglichen, die sich durch zurückgehende Ausgaben für die Infrastruktur ergaben.

Die Staatsschuldenkrise schlug voll auf die Firmenwerte durch. So musste HeidelbergCement allein 25,5 Millionen Euro auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen abschreiben. Dies sei eine Reaktion auf die Erhöhung des Risikozinssatzes dort, hieß es.

In Spanien sowie in Nordamerika, Großbritannien und einigen osteuropäischen Ländern wurden auch Stellen abgebaut, gleichzeitig stellte der Konzern in Wachstumsmärkten ein. Unter dem Strich ergab sich ein leichter Stellenabbau um 177 auf 54.362 Mitarbeiter.

Umsatz und Ergebnis sollen 2012 steigen

"Das Ergebnis des zweiten Quartals bestärkt uns in unserem Ausblick für das Jahr 2012", sagte Scheifele. HeidelbergCement will den Umsatz und das operative Ergebnis im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr steigern. Im Jahr 2011 stiegen die Erlöse um 10 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern wuchs um 5 Prozent auf 534 Millionen Euro.

Dabei geht der Konzern von einer Abschwächung der Nachfrage in Nord- und Westeuropa aus. Dafür sollen sich die Märkte in Nordamerika, Asien-Pazifik und Afrika weiter positiv entwickeln. Auf der Kostenseite erwartet das Unternehmen eine weitere, allerdings gegenüber dem Vorjahr deutlich schwächere Erhöhung der Energie- und Rohstoffpreise sowie steigende Personalaufwendungen.

Bei der Erreichung der Ziele sollen auch Kostensenkungsprogramme wie das bereits länger laufende "Fox 2013" helfen. Es habe im ersten Halbjahr bereits Einsparungen von 138 Millionen Euro erzielt und sei damit seinem Zeitplan voraus, hieß es.

Weitere Einsparungen sollen die beiden Programme "Leo" und "Perform" beisteuern. Bei Ersterem will der Konzern bis 2014 Logistikkosten in Höhe von 150 Millionen Euro sparen. Durch das zweite Programm soll die Marge im Geschäftsbereich Zement verbessert werden.

rei/dapd

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