Freitag, 4. September 2015

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Krauss-Mafei Wegmann Katar will bis zu 200 Kampfpanzer kaufen

Leopard 2-Kampfpanzer: Ein Geschäft mit Katar könnte bis zu zwei Milliarden Euro schwer sein

Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann steht vor einem neuen Großauftrag: Einem Bericht zufolge will das Emirat Katar bis zu 200 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 erwerben. Krauss-Maffei dürfte daran gut verdienen.

Hamburg - Das Volumen des Geschäfts könnte an die zwei Milliarden Euro heranreichen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab ohne Quellenangabe.

Schon vor Wochen sei eine Delegation der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) nach Katar gereist, um über das Vorhaben zu sprechen. Im Bundessicherheitsrat sei der Wunsch der Katarer bislang nicht diskutiert worden. Das Kanzleramt könne sich ein Geschäft mit dem Emirat ebenso vorstellen wie das Bundeswirtschaftsministerium, hieß es in dem Bericht.

Die Bundesregierung versuche unterdessen, in der Nato eine Liste von Drittstaaten aufzustellen, mit denen Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen erlaubt sein sollen. Der deutsche Nato-Botschafter Martin Erdmann solle in Brüssel einen weiteren Versuch unternehmen, nachdem ein erster Vorstoß im Mai auf dem Nato-Gipfel in Chicago nicht gelungen sei, schreibt der "Spiegel". Zuletzt hatten mögliche Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien und Indonesien kritische Diskussionen in Deutschland ausgelöst.

KMW kooperiert beim Leopard 2 mit dem Rheinmetall -Konzern. Dessen Aktienkurs war im vergangenen Monat in die Höhe geschossen nach einem Zeitungsbericht, wonach Saudi-Arabien 600 bis 800 Leopard-2-Panzer kaufen will. Krauss-Maffei hatte Mitte Juni angegeben, für den Dael mit den Sauids bislang keinen Auftragseingang zu haben.

wed/rtr/dpa

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