Donnerstag, 17. Januar 2019

Deepwater Horizon BP will USA mit 15 Milliarden Dollar entschädigen

Ein mit Öl verschmierter Pelikan an der Küste Louisianas im Juni 2010: BP will die Schuld für die Katastrophe mit 15 Milliarden Dollar begleichen

Der britische Ölmulti BP verhandelt weiter über Entschädigungen nach dem Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon. Laut einem Medienbericht will der Konzern die Schuld am Desaster nun mit 15 Milliarden Dollar gegenüber den USA abgelten - diese fordern allerdings mindestens 25 Milliarden.

London - Der britische Ölkonzern BP will einem Bericht zufolge mit einer Pauschalsumme von 15 Milliarden US-Dollar (12 Milliarden Euro) alle staatlichen Forderungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko abgelten. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit befasste Quellen.

Das US-Justizministerium, wo die Interessen von Bundesregierung, Bundesstaaten und Kommunen gebündelt vertreten werden, fordere eine Summe von mindestens 25 Milliarden Dollar. BP hatte sich mit privaten Klägern bereits auf eine Entschädigung in Höhe von rund 7,8 Milliarden Dollar geeinigt. Diese muss noch von einem Gericht bestätigt werden.

Sollte dies geschehen, hätte BP dann bereits 30 Milliarden Dollar für die Ölkatastrophe aus dem April 2010, bei der elf Menschen starben bezahlt. Insgesamt hatte das Unternehmen 37,2 Milliarden Dollar zurückgelegt.

krk/dpa

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