Freitag, 17. August 2018

Dax-Geflüster Stahlkocher in Rohstoffnot

Mittal, Tata, Mordaschow: Diese Namen beherrschen die Stahlindustrie
Fotos
dapd

2. Teil: Lieferanten nehmen Dax-Konzerne in die Mangel

Der deutsche Stahlriese ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen hat diese Entwicklung hautnah miterlebt. "Erzpreise wurden im Überseemarkt bis einschließlich 2009 in direkten Verhandlungen zwischen den Lieferanten und Verbrauchern auf Jahresbasis ausgehandelt", berichtet ein Sprecher des Dax-Konzerns auf Anfrage.

Bedingt durch die rasant steigende Nachfrage aus China und einem entsprechenden Auseinanderdriften von Spotmarkt- und Jahrespreisen wurde dieses System Anfang 2010 jedoch durch indexbasierte Quartalspreise abgelöst, die sich wiederum an der Spotmarktentwicklung orientieren.

Ausschlaggebend war der "Druck der maßgeblichen Lieferanten", so der Thyssen-Sprecher. Und er ergänzt: "Neben einer starken Erhöhung der Preise hat diese Entwicklung vor allem zu einer deutlichen Zunahme der Preisvolatilität geführt."

Um die Herausforderungen zu bewältigen, stehen den Stahlkochern im wesentlichen drei Wege offen. Sie können zum Beispiel Preissteigerungen an ihre Kunden weitergeben. Das gelingt allerdings nur, wenn die Qualität des eigenen Produkts ein Ausweichen auf die Konkurrenz ausschließt. Ebenso gilt es, Kosten zu senken, etwa durch die Verbesserung der Energieeffizienz in der Produktion.

© manager magazin 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH