Freitag, 17. August 2018

Stahlhersteller Salzgitter vervierfacht Gewinn

Stahlherstellung: Eine Prognose wagt Salzgitter nicht

Salzgitter hat den Ertrag für das abgelaufene Geschäftsjahr auf über 200 Millionen Euro geschraubt. Dabei profitierte Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller von Steuereffekten. Die Aktie stürzt dennoch ab.

Salzgitter - Das Vorsteuerergebnis vervierfachte sich im Vergleich zum schwachen Vorjahr auf 201,6 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Das war etwas besser als von Analysten erwartet.

Unter dem Strich legte der Gewinn 2011 sogar von 30 auf 236 Millionen Euro zu. Dabei profitierte Salzgitter Börsen-Chart zeigen wie angekündigt von Steuereffekten. Durch eine Neuordnung der Struktur kann der Konzern nun Gewinne und Verluste von Tochtergesellschaften stärker verrechnen, was allein im Abschluss für 2011 rund 100 Millionen Euro Steuern sparte. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Vorstand jedoch vorsichtig. Eine detaillierte Ergebnisprognose sei angesichts der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Schuldenkrise und der Auswirkungen auf die gesamte Konjunktur derzeit unmöglich. Salzgitter-Aktien verloren zeitweise fast sieben Prozent und führten mit deutlichem Abstand die Verliererliste im MDax Börsen-Chart zeigen an.

Sollte es aber zu keinem drastischen Wirtschaftseinbruch kommen, so der Vorstand weiter, erwarte das Unternehmen mindestens einen stabilen Umsatz sowie ein positives Ergebnis vor Steuern. Angesichts des Preisverfalls Ende 2011 für Stahl sei es aber eine Herausforderung, die Vorjahresergebnis zu erreichen. Vor allem in den Unternehmensbereichen Stahl und Röhren sei der Jahresauftakt eher schwach gewesen.

ts/dpa-afx/rtr

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