Dienstag, 23. Januar 2018

Hohe Verkäufe Deutsche Autofirmen feiern US-Erfolg

Mercedes-Händler in San Francisco: Viele hiesige Autofirmen derzeit mit Verkaufserfolgen in den USA
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Mercedes-Händler in San Francisco: Viele hiesige Autofirmen derzeit mit Verkaufserfolgen in den USA

Deutsche Autos stehen bei den Amerikanern hoch im Kurs. Im Februar konnten die Hersteller durchgängig kräftige Verkaufszuwächse verbuchen. Besonders Europas Branchenprimus Volkswagen kommt in den USA weiter voran. Zuletzt verkauften die Wolfsburger 43 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vormonat.

Hamburg - Europas größter Autokonzern Volkswagen hat weiter Rückenwind auf einem der wichtigsten Verkaufsmärkte der Welt, den Vereinigten Staaten. Der Konzern wurde auf dem wichtigen Markt mehr als 30.000 Autos seiner Stammmarke VW los. Das entspreche einem Plus von 43 Prozent, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit.

Allerdings bleibt Volkswagen Börsen-Chart zeigen damit auch weiterhin sehr weit hinter seinem großen Konkurrent aus Japan zurück, hinter Toyota Börsen-Chart zeigen. Der ehemalige Branchenprimus hat seit vielen Jahren ein starkes Standbein in den Vereinigten Staaten. Volkswagen dagegen kam dort viele Jahre weit, weit schlechter zurecht. So sind die aktuellen Erfolge ein Aufholen von niedrigem Niveau aus.

Mehr Fahrzeuge verkaufte zuletzt auch Daimler Börsen-Chart zeigen in den USA. Die Marke mit dem Stern legte samt der Kleinstwagen-Tochter Smart und der Sprinter-Transporter um 22 Prozent zu. Erzrivale BMW Börsen-Chart zeigen erhöhte seine Verkäufe um 32 Prozent, wobei insbesondere die Mini-Kleinwagen gefragt waren wie selten. Porsche schaffte immerhin noch ein Plus von 6 Prozent. Die Volkswagen-Luxus-Tochter Audi steigerte ihren Absatz im Februar um 10 Prozent und damit den 14. Monat in Folge. Die Ingolstädter setzten mehr als 8600 Fahrzeuge ab.

Deutsche Hersteller sind insbesondere stark im Verkauf teurer Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten. Den Markt für Mittelklassefahrzeuge - in diesem Segment ist als deutscher Hersteller in den USA nur Volkswagen vertreten - führen dagegen Amerikaner und Japaner mit Abstand an.

US-Bürger kaufen verstärkt Autos

Die Amerikaner sind insgesamt in Autokauflaune. Nach einer noch unvollständigen Erhebung des Fachmagazins Automotive News stiegen die Verkäufe branchenweit um 15 Prozent. Viele Amerikaner hatten die Neuanschaffung eines Wagens in der Wirtschaftskrise aufgeschoben und ersetzten nun ihre alten Autos. Zudem haben die Menschen dank der zuletzt sinkenden Arbeitslosigkeit wieder mehr Geld in der Tasche. Nicht einmal die vergleichsweise hohen Spritpreise von im Landesschnitt zuletzt 3,72 Dollar pro Gallone (für Europäer unglaublich günstige 73 Euro-Cent pro Liter) hielten sie vom Kauf ab.

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford Börsen-Chart zeigen konnte seine Verkäufe im Februar um 14 Prozent verbessern. "Die hohen Spritpreise haben zu einer verstärkten Nachfrage nach sparsamen Wagen geführt", sagte US-Verkaufschef Ken Czubay. Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler kam samt Tochtermarken auf ein Plus von 40 Prozent. Chrysler war bereits in den Vormonaten unter Fiat-Ägide kräftig gewachsen.

Nur um einen mageren Prozent wuchs hingegen Branchenprimus General Motors Börsen-Chart zeigen. In absoluten Zahlen ist der Koloss aus Detroit aber unschlagbar: Der Opel-Mutterkonzern konnte in der Heimat insgesamt 209.300 Wagen verkaufen. Zum Vergleich: VW kam auf 30.600 Autos, bei Mercedes und BMW waren es noch weniger Fahrzeuge.

kst/dpa-afx/rtr

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