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12.02.2012
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Probleme bei Großraumflugzeug
A380-Haarrisse werden für Airbus teuer

An einem A380 der australischen Fluglinie Quantas traten die Haarrisse an den Tragflächen als Erstes auf
AP

An einem A380 der australischen Fluglinie Quantas traten die Haarrisse an den Tragflächen als Erstes auf

Teure Kontrollen für den europäischen Flugzeughersteller Airbus: Nach dem Auftreten von Haarrissen an den Tragflächen eines A380-Superjumbos müssen alle Maschinen zur Inspektion. Das wird Airbus bis zu 100 Millionen Euro kosten, heißt es in einem Magazinbericht.

Hamburg - Die Haarrisse in Tragflächen des Superjumbos A380 werden für den Hersteller Airbus teuer: Nach "Spiegel"-Informationen rechnen Branchenkenner und Airbus-Insider mit Zusatzkosten von bis zu 100 Millionen Euro. Diese seien Folge der Inspektionen, die von der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA angeordnet wurden.

Das Geld werde für die Kontrolle und Reparaturarbeiten an den schadhaften Teilen benötigt sowie die Bereitstellung von Ersatzmaschinen für die betroffenen Fluggesellschaften, berichtete das Nachrichtenmagazin am Wochenende vorab. Demnach summiert sich der Aufwand für 69 bereits ausgelieferte A380 auf rund 70 Millionen Euro. Hinzu kämen Ausgaben für mindestens ein Dutzend weitere Maschinen, die in den nächsten Monaten ausgeliefert würden, sowie für die Änderung bereits im Bau befindlicher Tragflächen.

Dem Magazin zufolge wollte sich ein Airbus-Sprecher dazu nicht äußern. Er habe allerdings eine dauerhafte technische Lösung des Flügelproblems bis zum Sommer angekündigt.

Inspektionskosten verringern Erfolge bei Einsparungen

Die Kosten für den A380 schmälern die Sparerfolge, mit denen sich Louis Gallois als Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS Chart zeigen verabschieden will. "Wir haben jetzt konzernweit die gleichen Abläufe bei Personalverwaltung, Einkauf, IT oder Finanzen", sagte der Franzose, der seinen Posten Ende Mai an den Deutschen Tom Enders abgibt, dem Magazin "WirtschaftsWoche". "Wir wollen damit bis zum Jahresende weitere 350 Millionen Euro einsparen." Diese sollten direkt in den Gewinn vor Steuern und Zinsen 2012 fließen.

Einen weiteren Gewinnschub erwartet Gallois durch den neuen Mittelstreckenflieger A320neo, den Airbus ab Oktober 2015 ausliefern will. Vom ersten Flugzeug an werde der A320neo Geld bringen. "Die Entwicklungskosten sind begrenzt, so dass wir sie bereits vor Beginn der Produktion abgeschrieben haben werden", erläuterte Gallois. Die modernisierte, spritsparende Variante des alten A320 hat sich bereits zum Bestellungsschlager entwickelt.

Wegen der jüngsten Verkaufserfolge in den USA rät Gallois dem Magazin zufolge seinem Nachfolger Enders zum Bau eines Airbus-Werks in den USA. "Das ist ein Punkt, den man sich genau anschauen sollte", sagte der scheidende EADS-Chef.

wed

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