Samstag, 24. Februar 2018

Euro 500 Gewinnsprung für Europas Konzerne

Maschinenbauer Aixtron: Als einziger deutscher Konzern unter den Top 25 in Europa

Die Gewinne der 500 größten börsennotierten Firmen Europas haben sich 2010 um 60 Prozent von 321 auf 514 Milliarden Euro erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse "Euro 500" des manager magazins. Deutsche Unternehmen enttäuschen bei Eigenkapitalrendite und Kursentwicklung: Nur ein deutsches Unternehmen erringt einen Branchensieg.

Hamburg - Europas Konzerne haben ihre Gewinne im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Euro 500" des manager magazins. Die Gewinne der 500 größten börsennotierten Firmen Europas erhöhten sich 2010 um 60 Prozent von insgesamt 321 auf 514 Milliarden Euro. Der Börsenwert der Unternehmen sank dagegen bis Ende September 2011 um rund 13 Prozent auf insgesamt 5 680 Milliarden Euro (Vorjahr 6 527 Milliarden Euro).

Enttäuschend schnitten die 55 deutschen Konzerne in punkto Rentabilität und Kursentwicklung ab. Die um die Kapitalkosten korrigierte Eigenkapitalrendite lag um knapp 3 Prozentpunkte niedriger als der europäische Durchschnitt. Beim Total Shareholder Return rangierten die deutschen Unternehmen im Schnitt einen halben Prozentpunkt unterhalb des europäischen Mittelwerts.

Lediglich drei deutsche Adressen schafften es unter die ersten 50 der Konzernrangliste, die das manager magazin in seiner November-Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. Oktober) veröffentlicht.

Bestes deutsches Unternehmen ist der High-Tech-Maschinenbauer Aixtron Börsen-Chart zeigen auf Rang 24. Der Turbinenspezialist MTU Börsen-Chart zeigen folgt auf Rang 33 als zweitbestes deutsches Unternehmen. Die Software AG Börsen-Chart zeigen schaffte es mit Rang 50 gerade noch unter die 10 Prozent der Top-Performer.

BMW ist einziger deutscher Branchensieger

In der Auswertung der insgesamt 19 analysierten Industriezweige errang der Münchener Autokonzern BMW Börsen-Chart zeigen den einzigen deutschen Branchensieg. Mit der Deutschen Bank (Rang 463), dem Stahlkonzern Salzgitter (471), dem Bauzulieferer HeidelbergCement (474), dem Chipkonzern Infineon (475), dem Automobilzulieferer Continental (481) und der Commerzbank (497) finden sich dagegen sechs deutsche Konzerne unter den 50 am schlechtesten platzierten Unternehmen wieder. Sieger des Vergleichs ist die Portugal Telecom.

Die manager-magazin-Analyse "Euro 500" ist die umfassendste Untersuchung europäischer Unternehmen. Erstellt wird die jährliche Studie von Professor Bernhard Pellens, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Unternehmensrechnung an der Ruhr-Universität Bochum, und der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Deloitte. Untersucht wurden die 500 größten Börsenfirmen Europas, geordnet nach Marktkapitalisierung (Börsenwert) und Streubesitz (free float). Die mm-Experten nehmen sowohl fundamentale Firmenkennziffern wie die Eigenkapitalrendite als auch die Aktienkursentwicklung der Unternehmen unter die Lupe.

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