Mittwoch, 19. Dezember 2018

Schuldenabbau BASF trennt sich von K+S

Kursrutsch bei K+S: BASF verkauft 10,3 Prozent an K+S

BASF steigt bei seiner ehemaligen Tochter K+S vollständig aus. Mit dem erhofften Milliardenerlös will der Chemiekonzern seine Schulden abbauen. Aktien des Düngemittelproduzenten sackten am Morgen in der Spitze um knapp 10 Prozent ab.

Ludwigshafen - BASF beabsichtigt bis zu 19,7 Millionen K+S-Aktien bei institutionellen Investoren zu platzieren. Das teilte der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Dies entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent.

Die Platzierung erfolgt über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren. "Wir hoffen die Platzierung in den nächsten ein bis zwei Tagen abschließen zu können", sagte eine BASF-Sprecherin. Begleitet wird die Transaktion von der Investmentbank Merrill Lynch Börsen-Chart zeigen.

Auf Basis des Schlusskurses vom Donnerstag wäre das Paket 1,07 Milliarden Euro wert. Mit dem Geld aus dem Verkauf der K+S-Beteiligung will BASF Börsen-Chart zeigen seine Schulden reduzieren, die Ende 2010 bei 13,5 Milliarden Euro lagen.

Die Beteiligung an K+S sei als eine finanzielle Beteiligung zu sehen und nicht als eine strategische, hieß es von BASF. Mit dem Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt wolle man von dem derzeit günstigen Umfeld profitieren.

K+S-Aktien sollen zwischen 50 und 51 Euro angeboten werden

K+S war früher eine 100-prozentige Tochter von BASF. Über die Jahre verringerte der Konzern seinen Anteil und hielt seit 2003 rund 10 Prozent. Düngemittel gehören bei BASF nicht zum Kerngeschäft. Der Ludwigshafener Konzern hatte Anfang März angekündigt, größere Teile seiner Düngemittelaktivitäten zu verkaufen, etwa mehrere Produktionsanlagen in Belgien sowie der Anteil von 50 Prozent an einem Gemeinschaftsunternehmen in Frankreich.

Die von BASF angebotenen Aktien an K+S werden Händlern zufolge in einer Preisspanne zwischen 50 und 51 Euro angeboten. Das entspricht einem Abschlag von 6 bis 8 Prozent vom Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag.

Die K+S-Papiere verloren im frühen Handel 6,4 Prozent auf 50,74 Euro, nachdem sie zur Handelseröffnung 9,3 Prozent nachgegeben hatten. Durch den Ausstieg von BASF steigt der Streubesitz der K+S-Aktien, weshalb Analysten die Wahrscheinlichkeit für eine Übernahme von K+S steigt. BASF-Aktien sackten in einem schwachen Gesamtmarkt um 1,4 Prozent auf 57,92 Euro ab.

mg/dpa-afx/rtr

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