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11.10.2010
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Lebensmittelbranche
Schokolade gegen Akne und sinkende Preise

Von Alexander Heintze

Neue Warengruppe: Lebensmittel, die angeblich nicht nur schmecken, sondern zugleich auch gegen Gesundheitsprobleme helfen
DPA

Neue Warengruppe: Lebensmittel, die angeblich nicht nur schmecken, sondern zugleich auch gegen Gesundheitsprobleme helfen

Nahrungsmitttelfirmen liefern sich eine Preisschlacht nach der anderen um herkömmliche Lebensmittel. Jetzt versuchen die Multis, mit neuartigen Leckereien gegenzusteuern: Etwa mit Schokolade, die Akne kurieren soll - und das margenschwache Lebensmittelgeschäft der Konzerne dazu.

Hamburg - Immer Montags kommen die neuen Preise. Bestimmt von den Aldi-Leuten, bekannt gegeben in Tageszeitungen und Reklameblättchen. Tiefstpreise deutschlandweit, immer neu und neu angeboten von Deutschlands bekanntestem Harddiscounter. Auch heute wieder. "Am Montag entscheidet sich alles", sagt ein Marktbeobachter des Analysehauses Planet Retail.

Mehl für ein paar Cent, Wurst für wenige Euro und selbst Fertigprodukte sind so in den verschiedensten deutschen Supermärkten mittlerweile zu solch geringen Preisen zu haben, das nicht nur bei den Herstellern, den Bauern, immer weniger Geld übrigbleibt. Der Preiskampf im Segment der Standardlebensmitteln senkt mittlerweile auch die Margen der großen Lebensmittelkonzerne. Selbst die Riesen der Branche sind betroffen - und ziehen mittlerweile teils drastische Konsequenzen.

Die niederländisch-britische Unilever beispielsweise verkaufte erst sein Tiefkühlkostgeschäft, jetzt baut er sein Lebensmittelportfolio weiter um und verlagert seinen Geschäftsfokus stärker auf Hygieneprodukte. Unilever Chart zeigen, eigentlich einer der drei führenden europäischen Lebensmittelkonzerne neben Nestlé Chart zeigen und Danone Chart zeigen, macht inzwischen ein Drittel seines Jahresumsatzes von zuletzt 39,8 Milliarden Euro mit Körperpflegeprodukten.

Der Trend zieht Kreise. Selbst die Zulieferindustrie der Nahrungsmittelfirmen schwenkt langsam um. Großmühlen beispielweise, wie etwa Abel und Schäfers in Völklingen. Großgeworden mit Backmittelchen für Großbäckereien und der Mehlmahlerei, erwägt das Unternehmen nun offenbar für die Kosmetikindustrie zu arbeiten. Das hat das manager magazin aus informierten Kreisen erfahren. "Die Mühlen sind in der Lage so klein zu mahlen, bis weit, weit unter den Mikrometerbereich, dass das Zerkleinerte auch als Trägerstoff etwa für Lippenstiftfarbe genutzt werden kann", sagt ein Branchenkenner. "Und in der Kosmetikbranche sind die Margen viel, viel höher als es die Mühlbetriebe mit ihren alten Mehltüten zu Aldi-Preisen je wieder hin schaffen werden."

Jogurts, die Abwehrkräfte stärken

Nach Angaben der NordLB ist das Europa-Geschäft der drei großen europäischen Lebensmittelunternehmen im ersten Halbjahr 2010 dann auch organisch bestenfalls um gut 2 Prozent gewachsen. Teilweise hätten die Unternehmen aber sogar ein kleines Minus von rund einem Prozent verkraften müssen. Auch aufgrund der starken Einzelhändler hierzulande, über die Lebensmittelunternehmen ihre Waren an Frau und Mann bringen müssen.

Etwa 90 Prozent des inländischen Lebensmittelmarkts in der Bundesrepublik machen allein die sechs Großen der Branche unter sich aus: Angeführt von Edeka mit einem Marktanteil von etwa 25 Prozent, gefolgt von Rewe, der Schwarz-Gruppe (Lidl), Aldi, Metro und Tengelmann. Entsprechend viel Gewicht hat das Wort der großen Sechs in den Preisgesprächen mit den Nahrungsmittellieferanten - auch mit Branchenriesen wie Nestlé Chart zeigen, Unilever Chart zeigen und Danone Chart zeigen.

Entsprechend versucht die Branche in ihrem traditionellen Kerngeschäft, den Nahrungsmitteln, alles, um margenträchtgere und neuartige Produkte in die Verkaufsregale zu bringen. Sie investiert hohe Summen in Produkte, die Verbrauchern einen Zusatznutzen bringen sollen: Jogurts, die Abwehrkräfte stärken, die Verdauung fördern oder den Cholesterinspiegel senken. Die Erträge, die damit erzielt werden können, lassen sich aus Sicht der Unternehmen schon eher sehen - trotz der immensen Summen, die sie in die Forschung dafür stecken müssen. Denn die Anstrengungen der Konzerne treffen offenbar den Geschmack vieler Kunden.

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